EU-weite Konsultation: Abstimmung über Zeitumstellung. Heinz Becker ist zufrieden. Eine Abstimmung soll Klarheit über Für und Wider der Zeitumstellung bringen.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 08. August 2018 (03:29)
EVP
EU-Abgeordneter Heinz Becker mit der „Zeitumstellung, nein danke“-Torte. 

2011 wurde der Perchtoldsdorfer Heinz Becker (68) auf einem ÖVP-Ticket in das EU-Parlament entsendet. Seit diesem Zeitpunkt lässt ihm ein Thema keine Ruhe, auf das er in seiner Funktion als Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes stets angesprochen wurde: Weg mit der Zeitumstellung, her mit der Sommerzeit! Dauerhaft.

Kämpfte er anfangs als Alleinuunterhalter für die Umsetzung der Forderung, stehen mittlerweile „über 100 Abgeordnete hinter mir“, freut sich Becker im NÖN-Gespräch. „Jetzt ist es uns gelungen, auch die EU-Kommission davon zu überzeugen, dass die Zeitumstellung keine Energie spart, sondern nur die Gesundheit gefährdet.“ Das sei mittlerweile alles belegt, selbst Nobelpreisträger seien zu der Erkenntnis gekommen, dass „die Störung der inneren Uhr in jeder Keimzelle nachgewiesen ist“.

Abstimmung bis 16. August möglich

Nunmehr hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation über die zweimal jährliche Zeitumstellung gestartet, die bis 16. August läuft. „Jetzt kann jeder Einzelne seine Stimme ganz offiziell gegen die Zeitumstellung erheben“, sagt der Europaabgeordnete und Initiator des „Widerstands gegen die Zeitumstellung“.

Becker begrüßte, dass die Europäische Kommission damit der Aufforderung des Europaparlaments folgt und „endlich tätig wird. Unser Ziel bleibt es, dass künftig die Sommerzeit alleine bestehen bleibt“.

Wie groß das Interesse an dem Thema ist, zeige der Fakt, dass die Homepage der Konsultation kurz nach dem Start wegen Überlastung nicht mehr erreichbar war. Mittlerweile haben mehr als eine Million Menschen ihre Meinung zum Thema kundgetan.

Gesetzesänderung ist Sache der EU

Das Ergebnis wird ein nicht verbindliches werden, erklärt Becker. In jedem Fall liege es aber einzig und alleine an der EU – und nicht an den einzelnen Nationen –, eine Gesetzesänderung vorzunehmen, präzisierte der Abgeordnete.

ec.europa.eu/info/ consultations/2018- summertime-arrangements_de