Museumsfrühling NÖ: Tradition wird nicht vergessen. Zahlreiche Museen und Sammlungen öffnen am 18. und 19. Mai ihre Türen und warten mit Attraktionen auf.

Von Daniela Purer. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:44)
Willy Kraus
Willkommen im eumig-Museum in Wiener Neudorf: Ausstellungsverantwortliche Uschi Seemann, Otto Pferschy, ehemaliger eumig-Direktor und Bürgermeister Herbert Janschka. 

„Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ – das ist das Motto des „Museumsfrühling“, organisiert vom Museumsmanagement Niederösterreich. Gefeiert wird der Tag anlässlich des internationalen Museumstages, der weltweit von 35.000 Museen in 140 Ländern begangen wird.

Im Bezirk Mödling sind vier Museen mit dabei, in der Bezirkshauptstadt das „Essinger-Haus“ in der Friedrich Schiller-Straße 34a, in dem Werke des Mödlinger Malers Hans Essinger (1900 bis 1977) zu sehen sind – ebenso wie wechselnde Ausstellungen.

"Wir machen jedes Jahr mit"

Für Kultur-Stadtrat Stephan Schimanowa, SPÖ, ist die Kultur in der Stadt „zentrales Anliegen. Wir haben ein dichtes Kulturprogramm für Jung und Alt. Mödling ist von der Geschichte her eine Stadt der großen Komponisten. 2019 starten wir daher auch mit dem Beethoven-Jahr und nehmen dafür viel Geld in die Hand.“ Aktionen wie der „Museumsfrühling“ sind für Schimanowa „wichtig, damit Bürgerinnen und Bürger das Kulturprogramm wahrnehmen und das Angebot nicht in Vergessenheit gerät.“ Für Tourismus-Stadtrat Daniel Könzcöl, FPÖ, sind derartige Veranstaltungen „eine Bereicherung und eine gute Gelegenheit, auch Menschen von außerhalb in den Bezirk zu locken, um sich die schönen Museen anzusehen“.

Wr. Neudorfs Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, der in der Marktgemeinde auch für die Kultur zuständig ist, erwartet sich von der Veranstaltung „einen Impuls, damit unser eumigMuseum noch bekannter wird“.

Die Einrichtung dient der Erinnerung an die Firma, die in den 70er- und 80er Jahren der weltweit größte Erzeuger von Filmprojektoren war. „Wir machen jedes Jahr mit, um den Menschen das Museum näher zu bringen“, erzählt Museumsverantwortliche Uschi Seemann, Tochter des ehemaligen geschäftsführenden eumig-Gesellschafters Karl Vockenhuber: „Unsere Ausstellung erzählt die Geschichte des Unternehmens mit 7.000 Angestellten, bei einem Frauenanteil von 80 Prozent.“

Die Walzen rollen extra wieder an

Peter Keschmann von der geschichtsträchtigen Walzengravieranstalt in Guntramsdorf erwartet sich vom Museumsfrühling ebenfalls eine gesteigerte Aufmerksamkeit für den Betrieb, der zwischen 1909 und 1986 gravierte Walzen zum Bedrucken von Baumwollstoffen herstellte. Er erklärt. „Wir schalten für unsere Besucher die alten Maschinen wieder ein.“

Ebenfalls mit dabei ist die Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf – zwar kein Museum im herkömmlichen Sinne, dafür aber ein geschichtsträchtiger und lebendiger Ort, der alljährlich Tausende von Besuchern aus der ganzen Welt anzieht.

Beim „Museumsfrühling“ können Interessierte exklusiv bei der Burgführung den Turm der Burg besteigen.

Bürgermeister Johann Zeiner, ÖVP, ist stolz auf das insgesamt umfassende Kulturangebot, das die Gemeinde bietet: „Wir sind qualitativ auf einem sehr hohen Niveau unterwegs. Eines unserer Ziele ist es, Kultur und sonstige Freizeitgestaltung als besonderen Bereich über lokale Kunst hinaus anzubieten.“

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