Supertalent im Anflug. Steven Novak (19) aus Kaltenleutgeben, zeigt in der renommierten „Stage School“ sein ganzes Können.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 07. Juli 2015 (09:05)
Steven Novak aus Kaltenleutgeben erobert Hamburg. Als kommender Musicalstar.
NOEN, privat, NÖN

Rückblende: Im April 2010 stellt sich ein Duo aus dem Gymnasium Perchtoldsdorf in der Raiffeisen-Bankstelle Mödling dem Casting für „Die NÖN sucht das größte Talent“: Edina Turcsanyi und Steven Novak. Nach dem „We are the world“ fällt Juryvorsitzender Andy Marek ein nicht leicht zu vermittelndes Urteil: „Steven hat eine Super-Stimme. Edina braucht noch.“ Fazit: Steven stieg solo auf, schied erst in der nächsten Runde aus.

Fünf Jahre später hat es sich mehr als nur gezeigt, dass Marek mit seiner Entscheidung richtig gelegen ist. Der 19-jährige Kaltenleutgebner hat soeben das erste Jahr seiner Ausbildung zum professionellen Bühnendarsteller an der „Stage School Hamburg“ absolviert.

„Es war eine Riesenumstellung“

In die Hansestadt hat ihn vor zwei Jahren ein Musicalworkshop gebracht. „Da ich es immer schon geliebt habe, zu singen, tanzen und auf der Bühne zu stehen, war das der perfekte Urlaub im Sommer vor meiner Matura.“

Auch in Hamburg ist Steven in Erinnerung geblieben, denn dem Workshop folgte eine Einladung zur Stipendiums prüfung im November desselben Jahres. Dort punktete Steven ebenfalls auf allen Linien. „Ich habe das Vollstipendium gewonnen.“ Die Ausbildung kostet normalerweise 30.000 Euro für drei Jahre – und: „Ich bin der erste österreichische Vollstipendiat.“

Los ist es wegen der Matura und des Grundwehrdienstes erst im Januar 2015 gegangen. Kein Problem „Die Stage School gibt talentierten Schülern die Möglichkeit, die Ausbildung verkürzt in zweieinhalb Jahren durchzumachen.“ Im August steigt er direkt ins 2. Jahr auf. Im Hamburg war „aller Anfang schwer: neue Leute, neue Umgebung, weg von Zuhause, es war eine Riesenumstellung“.

Die Bühne, mein einziges Zuhause“

Der Unterricht hat es in sich: von der Sprechtechnik zur Liedinterpretationsstunde. Von dort in den Ballettsaal, danach Musiktheorie, Praxis. „Ich hatte auch schon das Privileg, in einer Kleinproduktion von dem Musical ,Rock Me Amadeus’ die Hauptrolle des Falco zu übernehmen. Es war mein erstes bezahltes Engagement.“

Das zweite große Highlight in diesem Semester war die Teilnahme an der „Monday Night“. Es handelt sich hierbei um eine Show, für die man sich durch Schulpräsentationen qualifizieren muss.

Nach dem ersten Semester, das er mit „Sehr gut“ (nur zwei von 100 Schülern) abgeschlossen hat, ist für Steven klar: „Ich weiß nicht, wohin der Weg mich nach dieser Ausbildung führen wird. Ich werde nicht aufhören, an mich zu glauben, bis ich das erreicht habe, was ich mir immer gewünscht habe. Die Bühne als mein einziges Zuhause.“

www.stageschool.de