Von Büro auf Pflege umgesattelt. Manuela Urtikal wechselte vom Büro in das Team der Hauskrankenpflege der Caritas.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. März 2021 (05:13)
Manuela Urtikal mit Michael Schwarz, dem stellvertretenden Leiter der „Pflege Zuhause Mödling“ der Caritas.
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Voll und ganz zufrieden mit ihrer Tätigkeit als Pflegeassistenz ist Manuela Urtikal, die von einem Bürojob in den Pflegebereich umgesattelt hat. „Ich bereue das keine Sekunde“, erzählt Urtikal und ihre Augen sprühen vor Begeisterung. „Ich wasche Haare und drehe sie auf Lockenwickler, ich gehe mit Kundinnen und Kunden spazieren, ich schaue, dass sie mobil bleiben, unterstütze das diplomierte Personal in allen Belangen. Die Arbeit macht mir wirklich eine große Freude, ich kann es mir anders gar nicht mehr vorstellen.“

Das Arbeitsmarktservice hat ihre Ausbildung gefördert, ein Faktor, der Urtikals Entscheidung beflügelt hat, in einen neuen beruflichen Bereich zu wechseln. „Über das AQUA -Programm (Arbeitsplatz nahe Qualifizierung) kann man sich auch jetzt noch zur Heimhilfe ausbilden lassen. Ich habe aber dann die Entscheidung gefasst, mich nach diesem ersten Schritt zur Pflegeassistenz weiter zu qualifizieren“, berichtet Urtikal.

Jetzt nimmt sie selbst Interessenten mit zu Kunden, damit diese feststellen können, ob sie mit der Pflege von Menschen zurechtkommen könnten und sich eine Ausbildung im Pflegebereich vorstellen können.

Das einzige Problem: „Der theoretische Teil der Ausbildung läuft im Moment ausschließlich über Zoom-Videokonferenzen ab, viele sagen, das will ich mir nicht antun“, erzählt die Pflegeassistentin.

Sie selbst hat ihre Ausbildung in einem Abendlehrgang an der SOB Biedermannsdorf absolviert, wo verschiedene Pflegeberufe unterrichtet werden. Langweilig wird ihr sicher nicht, oft ist es auch so, dass „Kunden dezidiert mich verlangen. Doch das ist nicht immer möglich, sind Kolleginnen und Kollegen doch auch einmal im Krankenstand oder auf Fortbildung“, erzählt Urtikal. Bei eingangs erwähnter Dame, der sie die Haare eindreht, kann es schon mal sein, dass es etwas länger dauert. „Dann rufe ich beim nächsten Kunden an und sage, ich komme zehn Minuten später. Wichtig ist nur, sich beim Kunden zu melden, sonst ist dieser völlig verunsichert.“