Der Code im Bild gibt Muster vor. Künstler „Dextro“ alias Walter Gorgosilich malt mithilfe von Algorithmen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 15. Dezember 2017 (03:51)
Walter „Dextro“ Gorgosilich vor einem seiner Bilder in den Klubräumen der Biedermannsdorfer Jubiläumshalle.
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Auf den ersten Blick wirken die Bilder von Walter Gorgosilich wie Gemälde. Doch der Eindruck täuscht, denn die Entstehungsgeschichte dieser Bilder ist eine ganz andere: „Dextro“, wie sich der Künstler nennt, schreibt einen Computer-Code und nützt die Linien, die dann rein der Programmlogik zufolge auf dem Computer erscheinen.

Gorgosilich erklärt: „Innerhalb dieses Codes setze ich Magnete, so wie man sich das auch auf einer Schultafel vorstellen könnte. Zwischen diesen Magneten entsteht ein Kraftfeld, innerhalb dessen meine Bilder Gestalt annehmen.“

Unter dem Titel „Feldzustände“ präsentierte er seine aktuellen Werke in der Biedermannsdorfer Jubiläumshalle. Das Faszinierende an diesen Bildern ist, dass der Betrachter den Eindruck gewinnt, Dextro habe Objekte aus der Natur gemalt. Nur ein Bild hätte er nachbearbeitet und einer abendlichen Seelandschaft einen Mond hinzugefügt, um die Optik zu vervollständigen, ergänzt der Künstler.

In Mathe wäre Gorgosilich „nie gut gewesen. Ich habe dieses Fach nicht gemocht“, schmunzelt der Autodidakt, der an der Angewandten studierte.