Vorsorgen für den Ernstfall im Bezirk Mödling

Seit Jahren warnt man vor dem Totalausfall der Stromnetze.

Erstellt am 03. November 2021 | 04:25
Helmut Nossek Vorsitzender des Bezirks-Zivilschutzverbandes
Helmut Nossek, Vorsitzender des Bezirks-Zivilschutzverbandes, zeigt vor, womit man sich für den Ernstfall gut rüstet.
 
Foto: Schüller

„Die Bezirkshauptmannschaften sowie wesentliche Infrastrukturunternehmen und -institutionen können im Fall eines Blackout über Notstromaggregate versorgt werden“, betont Bezirkshauptmann Philipp Enzinger.

Die Katastrophenschutzpläne berücksichtigen auch den Blackout-Fall, es gibt „enges Einvernehmen mit den Blaulichtorganisationen“. In der Bezirkshauptmannschaft stehe ein „sehr gut ausgebildeter Einsatzstab für jede Art von Katastrophe“ zur Verfügung, ergänzte Enzinger. Im Falle des Falles erfolge die Kommunikation über den Digitalfunk, der allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in NÖ zur Verfügung steht.

Abgesehen von den Vorsorgemaßnahmen der Behörden und Einsatzorganisationen hänge „die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens wesentlich von der Eigenvorsorge der Bevölkerung ab“. Deshalb appelliert Enzinger, stets genügend Vorräte an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten bereitzuhalten. „Auch Taschenlampen, Gaskocher, Schlafsäcke sind wichtig.“
Helmut Nossek aus Guntramsdorf, Bezirksleiter des Zivilschutzverbandes Mödling, weiß: „Unsere Aufgabe als Zivilschutzverband ist es, die Gemeinden zu unterstützen und die Menschen ausreichend aufzuklären.“ Klar ist für Nossek, dass „ein Blackout auf jeden Fall kommen wird. Daher ist es notwendig, sich richtig darauf vorzubereiten. Es wird keine Tankstelle, kein Handel, kein Bankomat funktionieren“.

Für Rainer Schramm, Gaadens Bürgermeister, Wir Gaadner, und Obmann-Stellvertreter des Zivilschutzverbandes Mödling, ist „die Lage ernst“. Und er nennt ein praktisches Beispiel: „Ohne Wasserversorgung gibt es kein Trinkwasser, kein Waschen und Sanitärbereiche ohne Wasser.“
Perchtoldsdorfs Gemeinderat, Alexander Nowotny, ÖVP, geht davon aus, dass das Wasser zumindest einige Tage fließen wird. „In fast allen Gebieten kommt Wasser über Hochbehälter.“

Notfallpläne fürs Spital und Lebensmittelhandel

Das Landesklinikum Mödling ist „für solche Ernstfälle mit einem Notfallplan sehr gut gerüstet. Für die Notversorgung steht ein Notstromaggregat zur Verfügung, welches auch wieder nachgetankt werden kann“, berichtet Pressekoordinatorin Gudrun Wittmann.
Nicht zuletzt seien Pläne vorhanden, die Hauptlager der Lebensmittelketten durch das Heer und Polizei zu sichern.

Umfrage beendet

  • Seid ihr auf einen Blackout vorbereitet?