Frau auf Reitstall-Areal attackiert: Prozess am 2. August

Erstellt am 25. Mai 2022 | 11:27
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Gericht Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, Salivanchuk Semen
Der Fall um die Messerattacke auf eine Frau auf dem Areal eines Reitstalls in Breitenfurt (Bezirk Mödling) vom Sommer 2021 wird am 2. August am Landesgericht Wiener Neustadt aufgerollt.
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Der nunmehr 18-jährige Beschuldigte muss sich wegen versuchten Mordes verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragte zudem die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, bestätigte Behördensprecher Erich Habitzl auf Anfrage einen Bericht des "Kurier" (Mittwochausgabe).

Die damals 38-Jährige aus Wien war am Abend des 13. August 2021 mit Stich- und Schnittverletzungen in ihrem Auto entdeckt worden. Der angeklagte Nordmazedonier soll die Frau zuvor mit einem etwa 20 Zentimeter langen Klappmesser attackiert haben. Das schwerverletzte Opfer flüchtete mit dem Pkw, musste die Fahrt aber nach kurzer Zeit abbrechen.

Passanten entdeckten die Verwundete in dem Wagen, leisteten Erste Hilfe und erstatten Anzeige. Die 38-Jährige wurde per Notarzthubschrauber in das Universitätsklinikum St. Pölten geflogen. Für den Beschuldigten klickten noch in Breitenfurt die Handschellen. Das Klappmesser wurde bei Ermittlungen des Landeskriminalamts Niederösterreich gefunden und sichergestellt.

Wie der "Kurier" aus dem psychiatrischen Gutachten zitierte, mache eine Persönlichkeitsstörung den Beschuldigten zu einer "tickenden Zeitbombe". Das zeige auch das Ausmaß des Angriffes auf eine Frau, die der damals als Stallbursche tätige Angeklagte nicht einmal gekannt habe.

Laut Birgit Borns, der Sprecherin des Landesgerichts Wiener Neustadt, ist der Geschworenenprozess für einen Tag anberaumt. Die Verhandlung am 2. August laufe geplanter Weise bis 20.00 Uhr.

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