Kamel-Babies sind die süße Attraktion

Erstellt am 24. März 2021 | 05:55
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Kamelbaby
Auch für das Baby von Kamelstute Tamara wird noch ein Name gesucht. Jamaine Spindler freut sich über viele Vorschläge. 
Foto: Schätzle
Auch die Paarhufer des gestrandeten Zircus Candy fühlen sich in Breitenfurt offensichtlich sehr wohl.
Werbung

Die beiden Kamelbabys, die vor wenigen Tagen geboren wurden, sind derzeit zweifellos die Attraktion des Zirkus Candy, der seit Oktober in Breitenfurt seine Zelte aufgeschlagen hat. „Wir haben nicht wirklich gewusst, dass die Tiere trächtig sind“, erzählt Jamaine Spindler vom Zirkus Candy, „nun ist die Freude natürlich groß“. Der Kamelnachwuchs, ein Mädchen und ein Bub, sind kräftig und gesund und werden von ihren Müttern Suleika und Tamara gut bewacht.

Allerdings gibt es noch mehr Grund zur Freude, denn mindestens zwei der insgesamt sechs Kamelstuten erwarten ebenfalls Nachwuchs. Dafür hat Kamelhengst Simba vor rund 13 Monaten gesorgt. Simba, bereits zur Kastration vorgesehen und in einem Gehege separiert, dürfte in der Nacht vor den „einschneidenden Maßnahmen“ geahnt haben, dass dies die letzte Möglichkeit sein könnte, für Nachwuchs zu sorgen. Er hat sich kurzerhand Zutritt zum Gehege der Stuten verschafft, mutmaßt Spindler.

Namen für den Nachwuchs gesucht

Der Zirkus sucht nun nach Namen für den Nachwuchs. Jeder, der die Tiere besucht, darf je einen Vorschlag in eine Box werfen. Der Gewinner wird dann via Los ermittelt und bekommt „eine lebenslange Freikarte für alle Vorstellungen“, hofft Spindler auf viele Vorschläge.

Seit Jahren ist der Zirkus mit seinem aus Artistik, Feuerspuckern, Clown- und naturnahen Tiernummern bestehendem Programm in ganz Österreich unterwegs. Unter normalen Umständen würde er Ende März zu seinen ersten Gastspielen aufbrechen. „Wir sind in der sechsten und siebten Generation Zirkusleute, waren immer selbstständig und unabhängig, in einer derartigen Situation, dass wir Hilfe brauchen, waren wir noch nie“, bedankte sich Spindler für die Unterstützung der Bevölkerung. Die achtköpfige Zirkusfamilie und die 22 Tiere, darunter auch Friesenhengst Aramis, zwei Ziegen und zwei Watussi-Rinder, sind nach wie vor auf Spenden angewiesen. Man freut sich über Besucher und über Zuwendungen in Form von Futter und Geld.

Werbung