Missbrauchs-Fall sorgt für Entsetzen. Es ist ein Fall, der für Bestürzung sorgt: Ein 59-jähriger Mann aus dem Bezirk Mödling ist verdächtig und größtenteils auch geständig, 2016 und 2017 ein Mädchen 20- bis 25-mal schwer missbraucht zu haben.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 04. August 2018 (11:51)
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Der Mann war im Industrieviertel bei einem Unternehmen tätig, das körperlich und geistig beeinträchtige Menschen transportiert. Das Opfer ist geistig und körperlich schwer beeinträchtigt, kann nicht sprechen und benötigt einen Rollstuhl. Die sexuellen Übergriffe durch den 59-Jährigen erfolgten im Mietwagen und in der Wohnung seiner damaligen Lebensgefährtin im Bezirk Bruck an der Leitha. Der Beschuldigte fertigte von den Übergriffen Fotos sowie Videos an und übermittelte diese an die 54-jährige Besitzerin des Mietwagenunternehmens aus dem Bezirk Wiener Neustadt.

Bei den von der Staatsanwaltschaft Korneuburg angeordneten Hausdurchsuchungen in den Wohnräumlichkeiten des 59-Jährigen bzw. bei der 54-Jährigen wurden elektronische Datenträger mit Darstellungen der sexuellen Übergriffe des 59-Jährigen sichergestellt.

Beschuldigte in der Justizanstalt Korneuburg

Bei der ersten Befragung durch Bedienstete der Polizeiinspektion Perchtoldsdorf gab die 54-Jährige vorerst an, dass sie als Mietwagenbesitzerin von unbekannten Tätern mit kinderpornografischem Inhalt auf einem USB-Stick erpresst worden sei und bereits 13.000 Euro an unbekannte Täter bezahlt habe. Die 54-Jährige verfasste auch ein Schreiben an alle Eltern der transportierten Personen, dass der 59-Jährige nun nicht mehr als Fahrer tätig sei und sie alles unternehmen werde, damit solche Vorfälle nicht mehr passieren würden.

Im Zuge einer weiteren Befragung gab sie letztlich zu, den 59-jährigen Beschuldigten angestiftet zu haben, die schweren sexuellen Missbräuche am beeinträchtigten Mädchen durchzuführen. Im Anschluss der Übergriffe ließ sie sich vom 59-Jährigen die Fotos bzw. Videos übermitteln. Die Erpressung wurde von ihr erfunden.

Beide Beschuldigten wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Ermittlungen der Beamten der Polizeiinspektion Perchtoldsdorf sind noch nicht abgeschlossen, weitere Einvernahmen von möglichen Opfern sind bereits anberaumt.