Bildungs- und Sportcampus: Auch Toni Polster ist dabei. Christoph Gredler schwebt am ehemaligen Industriestandort in Brunn am Gebirge eine Mischnutzung vor.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 10. Dezember 2020 (04:45)
Christoph Gredler leistet für einen Bildungs- und Sportcampus gerne Überzeugungsarbeit.
privat

Schon 2019 hätten die Bagger für die ersten 350 Wohnungen am Gelände der ehemaligen Glasfabrik auffahren sollen, die NÖN berichtete. Bis heute wurde das Projekt, das eine Initiative zwischen der „Wiener Städtische Versicherung AG“, „6B47 Real Estate“ und „Neue Heimat“ ist und bis zu 900 Wohneinheiten - mit Fokus auf Familie, Jugend und Leistbarkeit - auf Gemeindeebene nicht durchgewunken. Nun machen sich neue Ideen breit.

Initiator von „mein aufstehn“, Christoph Gredler (59), gibt über seine Vision „Bildungs- und Sportcampus“ Auskunft: „Ich möchte etwas für die Jugend tun.“ Lernen und körperliche Ertüchtigung ist für den Brunner Mitbegründer der Mädchenfußballmannschaft untrennbar.“

Da im Land nach einem AHS-Standort gesucht wird, sollte man nach Ansicht Gredlers „über den Tellerrand hinausschauen“ und auf dem Riesenareal ein „gesundes Angebot schaffen bei dem „Wissen von der Volksschule bis zu einer Fachhochschule konzentriert wird“. Auch eine „Fußballakademie“ kann er sich vorstellen.

Brunns ÖVP-Chef Oliver Prosenbauer stößt in das gleiche Horn: „Bildung und Sport sind für die Zukunft unseres Ortes die wertvollste Investition. Ich werde alles daran setzen, mich für dieses Projekt starkzumachen.“

Linhart: „Mir ist jede sinnvolle Nutzung recht“

Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, zeigt sich ebenfalls nicht abgeneigt: „Mir ist jede sinnvolle Nutzung recht, die unsere Infrastruktur nicht überfordert.“ Das Thema „Leistbares Wohnen“ möchte er allerdings „nicht ganz aus den Augen verlieren, da günstiger Wohnraum an der Peripherie rares Gut ist“.

Aus der Wiener Städtischen heißt es: „Wenn tatsächlich ein Teil unseres Areals als Brunner Schulstandort infrage käme, wären wir unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte für alles offen und gesprächsbereit. Wichtig ist uns, dass die Fläche nicht brach liegt.“

Prominente Unterstützer auf der Plattform hat Gredler auch in Toni Polster und Co. gefunden.

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