Brandherd als „Einrichtung“ . Familie Fuchs aus Brunn am Gebirge bedankte sich bei Helfern und will „Angekohltes“ erhalten.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 29. Oktober 2020 (04:45)
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„Glück im Unglück“ hatte die Winzerfamilie Fuchs beim Brand auf der Liegenschaft ihres Heurigenbetriebes – die NÖN berichtete.

Im Interview mit „Nachbar-Engel“ Manuel Szostak wird klar, wie schlimm es hätte ausgehen können, wenn er nicht zufällig mit Hündin Bella auf nächtlicher Gassi-Runde gewesen wäre.

„Ich bin froh, dass der Innenausbau noch nicht begonnen hat, dadurch beschränkt sich der Schaden nur auf das Rohgebäude.“ Heurigenwirt Niki Fuchs

„Ich habe Knistern gehört. So, als würde irgendwo Wasser herunterrinnen“. Da es aber nicht regnete, ging er weiter bis zur Gartentüre, die zum Radweg führt. „Dann erst habe ich die Flammen gesehen. Ich dachte im ersten Moment, die ,Füchse‘ machen ein Osterfeuer mitten im Oktober“. Erst bei näherer Betrachtung erkannte er, dass „die Dachbalken schon in Flammen standen, das sah absolut nicht kontrolliert aus“.

Daraufhin rannte Manuel sofort ins Haus und rief seinem Vater zu: „Der Fuchs brennt!“. Michael Szostak alarmierte die Einsatzkräfte und rief Niki Huber an, der die Privatnummer von Michael Fuchs hat.

Die Worte von Huber waren ebenso schlicht: „Michi, bei Dir brennt’s!“ Die Antwort des Winzers; „Niki, mach kan Scherz“ – und setzte sich ins Auto. „Als ich am Brandort eintraf, war die Polizei schon vor Ort, die mich mit Handfeuerlöschern sofort unterstützten.“

In den nächsten Minuten traf auch die Maria Enzersdorfer Feuerwehr ein, die die Brunner Kollegen alarmierten und den Brand fachmännisch unter Kontrolle hatte. „Für mich war wichtig, dass hier keine Menschen in Gefahr sind, das ist mir als ehemaliger Feuerwehrmann sofort durch den Kopf gegangen“, denkt Fuchs zurück.

In Brand stand ein Teil des Wirtschaftsgebäudes, das noch nicht fertiggestellt ist. „Ich bin froh, dass der Innenausbau noch nicht begonnen hat, dadurch beschränkt sich der Schaden nur auf das Rohgebäude.“

Mit dieser Räumlichkeit will der Winzer zukünftig sein Angebot erweitern und als Verkostungsraum ausbauen. In Dankbarkeit an den guten Ausgang überlegt Fuchs „einen Teil des Gebälks – das noch halbwegs erhalten ist, soweit möglich – in die Innenarchitektur miteinbeziehen.“

Die Höhe des Schadens wurde von der Versicherung noch nicht beziffert.