Gemeinderat unterstützt Projekt "Streunerkatzen". Der Gemeinderat Brunn beschließt Teilnahme am Projekt „Streunerkatzen“ des Landes NÖ. Tierleid soll so gemindert werden.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 01. August 2020 (05:10)
Grüne-Gemeinderätin Sabine Hiermann und Tierärztin Elisabeth Sowka mit Katze Felie (v.l.).
Katharina Hiermann

Um die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen einzudämmen, gibt es seit geraumer Zeit vom Land Niederösterreich ein Projekt, dem die Gemeinde Brunn mittels Gemeinderatsbeschluss in der Höhe von 1.500 Euro nun folgte.

Die Brunner Tierärzte Elisabeth Sowka (Tierarztpraxis), Daniela und Heinz Capellari (Tierambulatorium C+C) und Silvia Weis (Tierpension Brunn) haben sich bereit erklärt, dieses Projekt zu unterstützen und ihre Arbeitszeit unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Der Tierschutzverein Mödling, der sich für das Wohl von Streunerkatzen engagiert, wird von der Gemeinde beauftragt diese einzufangen und zu einem Tierarzt zu bringen. Dieser übernimmt die Kastration, danach werden sie wieder an dem Platz ausgesetzt, wo sie eingefangen wurden. Die Kosten teilen sich je zu einem Drittel die Gemeinde, das Land und die Landesstelle NÖ der Tierärztekammer. Gemeinderätin Sabine Hiermann (Grüne), Referat für Umwelt und Tierbeauftragte ist dankbar: „Ohne ihre tatkräftige Hilfe wäre dieses Projekt nicht umsetzbar. Ich würde mir wünschen, dass alle Gemeinden in unserem Bezirk bei diesem Projekt mitmachen.“ Es ist ihr auch privat ein Anliegen, streunende Katzen so gut wie möglich betreut zu wissen. „Unsere Katze Felie konnten wir auch vor einem ungewissen Schicksal bewahren, da wir sie, nachdem sie streunend eingefangen wurde, bei uns aufgenommen haben.“ Sowka betont, dass es ein wichtiger Beitrag ist, „um Tierleid zu verhindern. Oftmals werden mir schwer verletzte oder kranke Streunerkatzen gebracht, die ohne Hilfe des Tierschutzverein Mödling elend zugrunde gegangen wären. Werden diese Katzen nicht kastriert und vermehren sich weiter, nimmt das Tierleid kein Ende“. Die Leiterin des Tierheim Brunn, Beatrice Schneider, ist ebenso begeistert: „So bekommt man die wahllose Vermehrung von Katzen in den Griff und wirkt der Überfüllung von Tierheimen entgegen.“