Polit-Aufreger um Heideteich-Termin. ÖVP bekrittelt, dass SPÖ-Bürgermeister das Naturschutzverfahren nicht für besonders wichtig hält.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 19. Juli 2021 (05:39)
Gemeinderat Oliver Prosenbauer Ortschef Andreas (rechts) Linhart
Gemeinderat Oliver Prosenbauer (links), ÖVP, kritisiert, Ortschef Andreas Linhart (rechts) SPÖ. 
ÖVP/ Gemeinde

Die Aufregung bei ÖVP-Gemeindeparteiobmann Oliver Prosenbauer ist, groß. Es geht um den „Heideteich“ und dessen Verfahren zum Erhalt als Naturdenkmal.

Im Verfahren der Bezirkshauptmannschaft Mödling soll Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, seine Parteienstellung und somit „die Interessen der Brunnerinnen und Brunner nicht wahrgenommen haben“, ärgert sich Prosenbauer. „Wenn es um Verbauung, wie etwa bei der Glasfabrik mit bis zu 1.000 Wohnungen geht, ist der Bürgermeister bei jeden Termin anwesend.“ Beim Naturschutz und dem Erhalt von Grünraum sei es dem Ortschef „nicht einmal wert, zumindest eine Vertretung zu entsenden“.

„Ich bin hier laufend in Kontakt mit der Grundeigentümerin“, sieht Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, keine Versäumnisse

Umweltgemeinderätin Sabine Hiermann von den Grünen hatte das Ansuchen, den Teich und das Areal unter Naturschutz stellen zu lassen eingebracht, habe zufällig vom Termin erfahren und sei beim Verfahren geduldet worden. Ohne Parteienstellung.

Linhart versteht die Aufregung nicht: „Selbstverständlich ist auch mir Naturschutz wichtig. Bei der Verhandlung ging es allerdings nicht darum, Interesse zu bekunden, sondern laut Einladung um offene Fragen zur möglichen Abgrenzung, zur weiteren Nutzung und Pflege des Areals, zur fischereilichen Nutzung, zum Deponieabschluss und zu möglichen Nutzungseinschränkungen in Hinblick auf allfällige Entschädigungsfragen.“

Aus Linharts Sicht „allesamt Themen, die die Grundeigentümerin betreffen, aber nicht in erster Linie die Gemeinde. Mindestens genauso wichtig wie die Erklärung des Geländes zum Naturdenkmal ist mir, dass das Areal den Brunnerinnen und Brunnern möglichst bald wieder zur Verfügung steht. Ich bin hier laufend in Kontakt mit der Grundeigentümerin“, rechtfertigt sich der Ortschef.