Schutz gegen Flut fix. Für eine 100-jährige Flutkatastrophe wappnet sich die Gemeinde nun mit einer neu zu errichtenden Anlage.

Von Raphaela Edelbauer. Erstellt am 29. Oktober 2016 (08:01)
Alois Lick ist Umweltverantwortlicher und Infrastrukturreferent.
NOEN, privat

Hochwassersschutz neu gedacht: Nachdem die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, steht seit der vergangenen Gemeinderatssitzung fest, dass es einen neuen Plan zum Schutz vor einer 100-jährigen Flutkatastrophe geben wird. Die Sicherung wird in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Perchtoldsdorf und Gießhübl im Bereich der A21 stattfinden, jedoch finanziell hauptsächlich von der Gemeinde Brunn getragen.

Den Grund erklärt Infrastruktur-Verantwortlicher Alois Lick (SPÖ): „Die Hauptgefahr, dass aus den beiden genannten Gemeinden über den Krottenbach Wasser zu uns abfließt, liegt bei uns. Deswegen sind wir die Hauptprofiteure der beiden zu diesem Zweck angekauften Grundstücke.“ Gefördert werde die Maßnahme, so Lick, vor allem vom Land, das ganze 75 Prozent der Kosten übernehme. „Wir müssen auf die Umsetzung aber noch insofern warten, weil Gießhübl erst im Dezember seinen Gemeinderatsbeschluss fasst.“

Bürgermeister Andreas Linhart (SPÖ) spricht von einer Vorsorgemaßnahme: „Wir sollten nicht auf das Ereignis warten, vor dem wir uns schützen wollen. Bei unserem Kostenanteil werden wir uns etwa um die 300.000 bis 400.000 Euro bewegen, was ein Stück des Damms und des Tanks inkludiert.“ Die wichtigsten Maßnahmen seien ein Rückhaltebecken mit insgesamt 51 Millionen Liter Fassungsvermögen und ein Damm von neun Metern Höhe – das Ganze bei Errichtungskosten, die auf 1,6 Millionen Euro geschätzt werden.