Mit dem Bildungsminister zurück in die Schul-Normalität. Heinz Faßmann überzeugte sich in der Volksschule Brunn, wie diszipliniert die Kinder waren.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 19. Mai 2020 (13:50)
Bildungsdirektor Johann Heuras, Brunns Volksschuldirektorin Margot Baier, Bildungsminister Heinz Faßmann und die Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (v.l.).
Johanna Hoblik

„Die Sonne strahlt, die Schule geht wieder auf, das ist glaube ich, ein guter Tag für Schüler und Lehrer“, verkündete Bundesminister Heinz Faßmann, ÖVP, bei der Pressekonferenz vor der Volksschule in der Franz Schubert-Straße.

Der Schulbetrieb wurde in Form eines Schichtbetriebes aufgenommen, „wir haben versucht, nur 50 Prozent der Schüler vor Ort zu haben, da die Kontaktdichte die große Gefahr ist. Erreicht wird dadurch auch eine einfachere Handhabung der Hygieneregeln, gerade bei Volksschülern ist die Einhaltung der Vorgaben zu 100 Prozent aber schwierig“.

Was sich bisher aber schon gezeigt habe, ist, dass „die Schule nicht der Ort der Verbreitung des Virus’ ist, wie man am skandinavischen Beispiel sieht, wo die Schulen schon früher wieder geöffnet haben; gewisse Zuversicht und Optimismus begleiten meinen heutigen Tag“. Volksschuldirektorin Margot Baier sieht die Schulöffnung trotz der vielen prominenten Personen unaufgeregt, „da im Zentrum die Kinder stehen“.

Schulgebäude ist für Abstände groß genug

Alle Vorbereitungsmaßnahmen wären nach dem Hygienehandbuch Punkt für Punkt abgearbeitet worden. „Wir haben an diesem Standort Gott sei Dank die baulichen Voraussetzungen dafür“, erläuterte die Direktorin. „Die Kinder können an drei Eingängen zu jeweils vorher festgesetzten Uhrzeiten die Schule betreten. Die Zentralgarderobe wurde aufgelassen. Stattdessen wurden vor den Klassenzimmern, in der Aula und in leer stehenden Klassenräumen Garderobenbereiche eingerichtet.“

Baier sprach auch der Gemeinde ihren „großen Dank“ aus, denn ohne Unterstützung dieser in personeller Hinsicht hätte die Schule die Auflagen nicht stemmen können. „Die sechs Nachmittagsbetreuerinnen, die normal erst mittags ihren Dienst antreten, werden von der Gemeinde nun schon ab 7.30 Uhr bezahlt, bis 18 Uhr ist die Betreuung gewährleistet“, berichtet die Direktorin.

Das mache eine sinnvolle und qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder unter diesen Voraussetzungen erst möglich. Auch das Verlassen des Schulgebäudes wurde klassenweise eingeteilt.

„Je 13 Kinder haben immer eine Abholzeit mit einem Slot von 10 Minuten.“ Zur Erleichterung der Eltern wurde die Gruppeneinteilung mit der Neuen Mittelschule (NMS) abgestimmt.

Für den Schulstart im Herbst geht Faßmann von einem normalen Schulbetrieb aus. Allerdings müsse man bei einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen oder bei lokalen Infektionen darauf reagieren.