Mit gestohlenen Getränken den Kredit abbezahlt. Ungar hat Dienstgeber geschädigt und muss zwei Monate ins Gefängnis.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Dezember 2019 (15:18)
Symbolbild
APA (Archiv)

Rund 4.000 Flaschen teure Spirituosen und Champagner soll ein 27-jähriger Ungar bei einem Getränkegroßhändler im Laufe von eineinhalb Jahren gestohlen haben. Verkaufswert: 185.000 Euro. Der Angeklagte, er war als Lagerarbeiter bei der Firma beschäftigt, bekannte sich schuldig und gab an, dass er mit dem Zusatzverdienst die Raten für sein Auto bezahlt habe.

Einzig über die Menge der gestohlenen Flaschen war man sich vor Gericht nicht ganz einig. Der Angeklagte erklärte, dass er immer nur soviel mitgenommen habe, wie in seinem Rucksack Platz gehabt habe; der Firmenvertreter wies aber darauf hin, dass man überhaupt erst auf die Sache aufmerksam geworden sei, weil mehrfach die Videokamera zur Überwachung der Autorampe ausgesteckt gewesen sei. Der hohe Wert der Getränke erkläre sich damit, dass der 27-Jährige nur sehr teure Schnäpse und auch Jahrgangschampagner mitgenommen habe. Allein die Edelmarken, die der Angeklagte noch zuhause hatte, als er ertappt wurde, hatten einen Wert von über 10.000 Euro.

Der Mann wurde zu zwölf Monaten Haft, davon zwei unbedingt, verurteilt.