Ortszentrum wird für sauberes Stadtbild wahl-werbefrei. In der kommenden Gemeinderatssitzung sollen alle abstimmenden Parteien sich damit selbst binden.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 24. März 2019 (05:30)
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Vizebürgermeister Matthias Müller, SPÖ, betont: Die neue Plakatierverordnung war schon lange Thema im Gemeinderat, nun sollen die Werbetafeln aus dem Ortskern verbannt werden.

Das Ortszentrum von Brunn soll werbefreie Zone werden, auch das Verbot der Wahlwerbung ist in der Projektidee eingeschlossen. Entstehen soll ein sauberes Stadtbild im Ortskern. Darüber soll bei der nächsten Gemeinderatssitzung Ende März abgestimmt werden.

SP-Vizebürgermeister Matthias Müller erklärt zum Thema: „Die Plakatierverordnung ist schon lange im Gespräch. Da nun alle Baustellen rund um das Amtshaus fertig sind, wollen wir keine wilden Werbetafeln mehr.“

"Die Maßnahme ist besonders wichtig"

Über die Handhabung der Wahlwerbung soll abgestimmt werden. „Es ist der Plan, dass in einer bestimmen Zone gar keine Wahlwerbung aufgestellt werden darf. Alle abstimmenden Parteien binden sich damit selbst.“ Zusätzlich wird abgestimmt, ob höchstens ein bis zwei Plakate pro wahlwerbender Partei zugelassen werden sollen. „Die Maßnahme ist wichtig, besonders für die Belebung des Ortszentrums“, betont Müller, „der Grünstreifen in der Gattringer-Straße ist auch betroffen“.

VP-Vizebürgermeister Gerhard Feichter erklärt ergänzend: „Es geht um ein Parteienübereinkommen.“

Im Fokus sind die historischen Gebäude, in erster Linie die Kirche, aber auch der Bereich um das Heimathaus und das Amtshaus, „diese gilt es zu schützen“, ergänzt Feichter. „Eigentlich haben wir schon lange eine Abmachung, dass man Plakatständer nur in einer gewissen Größe aufstellen darf. Vereinbarungen kann man treffen, man muss sich aber auch klar daran halten. Ich wäre viel mehr für die Lösung, dass überhaupt keine Wahlplakate mehr aufgestellt werden dürfen. Tatsache ist, dass auf öffentlichem Grund für den angesuchten, genehmigten Zeitraum es niemandem verboten werden kann, zu werben“.