Pfarrer Adolf Valenta bleibt Kirchenbezirks-Leiter. Pfarrer Adolf Valenta (41) ist weitere fünf Jahre Leiter des Kirchenbezirks Mödling.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 02. Januar 2021 (10:38)
Kardinal Christoph Schönborn und Dechant Adolf Valenta bei den Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Pfarrheimes.
Johanna Hoblik

Brunns Pfarrer Adolf Valenta (41) wurde für weitere fünf Jahre als Dechant bestätigt. Valenta erklärt die Besonderheit: „Dieses Amt, für das nur ein Priester mit einer diözesanen Aufgabe infrage kommt, wird nicht von ,oben‘ besetzt, sondern gewählt“. Der Dechant ist der kirchliche Bezirkshauptmann und Leiter eines Dekanates (Kirchenbezirk).

42 Personen waren wahlberechtigt, darunter Pfarrer, hauptamtliche kirchliche Mitarbeiter und die stellvertretenden Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates. „Im ersten Wahlgang sind 35 Stimmen auf mich gefallen“, freut sich Valenta. Stellvertreter wurde Elmar Pitterle aus Maria Enzersdorf. Kardinal Christoph Schönborn bestätigte den Wahlvorschlag.

„Ich nehme alle Aufgaben gerne an, weil es sehr erfüllend ist, ausgelastet zu sein“, Dechant Adolf Valenta

Eine der Aufgabe des Dechants ist, die Pfarren im Pfarrbezirk zu visitieren und die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen. „Das reicht von der Überprüfung der kirchlichen Ordnungsbücher bis hin zu Mitarbeitergesprächen.“

Der zweite Bereich, der heute immer stärker zum Tragen kommt, ist, einzuspringen, wenn ein Priester ausfällt. „Da ist der Dechant für die Organisation des Betriebes zuständig.“ Zusätzliches Augenmerk legt Valenta in seiner übergeordneten Funktion auf „die weitergehende Diözesanreform, wonach Pfarren zusammengefasst werden sollen. „Da ist es meine Aufgabe gegenüber der Diözesanleitung, die Sonderstellung des Dekanats Mödling zu unterstreichen und darauf aufmerksam zu machen, dass die Kirche hier nach wie vor Verankerung und Wertschätzung genießt.“

In der Aufgabe des Psychotherapeuten zeigt er sich derzeit etwas zurückhaltend, „weil es auch längerfristige Prozesse wären, für die meine zeitlichen Ressourcen im Moment nicht reichen“.

Seinen kirchlichen Alltag sieht er klar unterschiedlich vom Großstadtmodus: „Ich habe hier nicht nur mit aktiven religiösen Menschen zu tun, sondern darf auch bei diversen Vereinsereignissen präsent sein. Hier ist man als Pfarrer im normalen gesellschaftlichen Leben sehr eingebunden, die Corona-Tatsache holt uns da allerdings wieder auf nüchternen Boden zurück.“

Wenn diese Krise überstanden ist, weiß Valenta, dass neue Initiativen benötigt werden. „Wir wollen wieder das Interesse wecken, um den Leuten Mut zu machen, am kirchlichen Leben teilzunehmen. Ich nehme alle Aufgaben gerne an, weil es sehr erfüllend ist, ausgelastet zu sein und dabei auch einen großen Gestaltungsraum zu haben.“