Räuberisches Trio hatte Schlagring mit. Bange Minuten für einen 17-jährigen Schüler, der am Bahnhof Brunn am Gebirge fast ausgeraubt worden war.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Januar 2020 (03:26)
Brutal. Ein 17-Jähriger wurde im März mit dem Schlagring schwer verletzt. Nun hat sich die Situation beruhigt.
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Zwei 15-Jährige und ein 16-Jähriger standen wegen versuchtem schweren Raub vor Gericht, weil sie am 29. Oktober am Bahnhof Brunn drei Burschen ausrauben wollten. Während sich der vorbestrafte Erstangeklagte nur teilweise schuldig bekannte, gaben seine beiden Mittäter die Tat unumwunden zu.

Ihrer Schilderung nach hatte der 16-Jährige zwei Schlagringe und ein Messer bei sich, als man einander zufällig getroffen hat. Da dürften die drei Burschen den Plan gefasst haben, „im Park Leute abzuziehen“, berichtet ein Angeklagter. Dort scheinen sie aber keine geeigneten Opfer gefunden haben, weswegen sie weiter zum Bahnhof Brunn gingen.

"Sie wollten Geld und wir sagten Nein"

Eines der Opfer, ein 17-jähriger Schüler, schildert die bangen Minuten: „Sie saßen zu dritt am Bahnhof, als wir gegen 19 Uhr hin kamen. Sie wollten Geld und wir sagten Nein.“

Die drei jungen Männer gingen weiter zum Bahnsteig, wohin ihnen die drei Täter folgten. „Sie wollten wieder Geld, hinter den Bahnhof gehen und plötzlich hatte einer einen Schlagring angesteckt. Da riefen wir die Polizei und die drei liefen davon.“

Sie konnten aber schnell von der Polizei ausgeforscht werden. Der vorbestrafte Erstangeklagte landete in U-Haft, die beiden anderen wurden angezeigt.

Im Prozess lauteten die Strafen dann: 18 Monate, davon sechs unbedingt, für den Erstangeklagten, sechs Monate bedingt und Bewährungshilfe für den Zweitangeklagten, der die Waffen mitgebracht hatte und fünf Monate bedingt für den Drittangeklagten.