„DAVE“: Ein Buch über Intelligenz aus Hinterbrühl. Die Hinterbrühler Autorin Raphaela Edelbauer bringt ihr drittes Buch auf den Markt: im Mittelpunkt der Begriff der Intelligenz.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Januar 2021 (03:45)
Raphaela Edelbauer widmet sich in DAVE einem brisanten Thema, dem Begriff der Intelligenz und der Wertigkeit der Natur.
Herbig

Mit „DAVE“ bringt die Hinterbrühler Autorin nach „Entdecker“ und „Das flüssige Land“ ihr drittes Buch auf den Markt. Die Arbeit daran hat sie schon vor zehn Jahren begonnen. „Das Thema der künstlichen Intelligenz, überhaupt der Begriff der Intelligenz und seine Wertigkeit, haben mich schon immer interessiert.“

In „DAVE“ geht es um eine Gesellschaft, die an der Kreation des ersten superintelligenten Computers arbeitet und dabei das Labor nicht verlassen kann. Man beschließt, DAVE einen Referenzpunkt zu geben und einen realen Menschen zu kopieren. Eines Morgens wacht der Ich-Erzähler auf und findet sich in dieser Rolle wieder.

Frag nach dem Bewusstsein

Für Edelbauer ist das Faszinierende dieser Thematik, dass „sie unsere nächsten Jahrzehnte prägen wird, es ist die Frage nach dem Bewusstsein schlechthin“. Sie kann so ein paar Fragen anreißen, die in dieser Form von der Informatik nicht gestellt werden: „Die Antwort ist in sich paradox, deswegen ist es auch ein in sich paradoxer Roman.“ Letztlich stelle sich die Frage, was die Automatisierungsprozesse mit dem Menschsein machen: „De facto ist dieses Thema eine wichtige gesellschaftspolitische Angelegenheit, man muss sich auch die Frage stellen, welche Wertigkeit die Intelligenz an sich hat.“

Während „DAVE“ schon auf hervorragende Kritiken in namhaften Medien verweisen kann, arbeitet Edelbauer bereits an ihrem nächsten Werk. „Die Inkommensurablen“ erzählt, wie eine Gruppe Jugendlicher die Tage vor dem Ersten Weltkrieg, das sogenannte August-Erlebnis, wahrnehmen. Edelbauer hat dazu in Serbien recherchiert: „Es war eine unglaubliche Situation, alte Moralvorstellungen trafen auf eine globalisierte Welt, der Krieg bot sich als Ausweg an.“

Internationale Aufmerksamkeit

Die weitere gute Nachricht: „Das flüssige Land“ wird ins Englische, Französische und Italienische übersetzt, die französische Ausgabe ist bereits auf den Markt, eine Verfilmung ist im Gespräch.