Planung mit Augenmaß in Münchendorf. Die Projekte werden nur dann umgesetzt, wenn es die finanzielle Situation zulässt.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 09. Januar 2021 (03:44)
Münchendorfs Bürgermeister Josef Ehrenberger.
privat

2,6 Millionen Euro an Ausgaben sieht das Budget der Gemeinde Münchendorf im „Investitiven Teil“ vor. Doch Bürgermeister Josef Ehrenberger, SPÖ, bleibt auf dem Boden der Realität: „Wir werden nur jene Projekte umzusetzen, für die wir auch die finanzielle Bedeckung haben.“

Die Aufschließung des neuen Betriebsgebietes in der Schusterstraße wird mit einer Million Euro beziffert. „Das müssen wir im Sinne der Firmen, die dort ein Grundstück erworben haben, aber sowieso machen“, sagt der Ortschef. Hier geht es nicht nur um den Straßenbau an sich, sondern auch um Einbauten wie Kanal und Wasser. Außerdem sollen im bestehenden Betriebsgebiet Buswartehäuschen errichtet werden, diese werden mit 40.000 Euro beziffert.

Wir werden nur jene Projekte umzusetzen, für die wir auch die finanzielle Bedeckung haben.“ Ortschef Josef Ehrenberger

Zu den Projekten, die möglicherweise aus Geldgründen nicht umgesetzt werden können, gehört der mit 150.000 Euro geplante Funcourt neben der Volksschule. Und auch die Pumptrack-Anlage in einem alten Graben zwischen Münchendorf und Trumau ist ein Vorhaben, dessen Umsetzung noch nicht zu hundert Prozent gesichert ist. Immerhin belaufen sich hier die Planungskosten und der erste Unterbau auf 140.000 Euro, „die Planungskosten machen um die 6.000 Euro aus, aber bei der Ausgestaltung gibt es nach oben kaum Grenzen“, macht Ehrenberger klar.

Nicht verschoben werden kann hingegen die Sanierung des Daches der Ganztagesvolksschule. Die Kosten werden hier auf 240.000 Euro geschätzt, „allerdings wird man das Ausmaß der Schäden erst sehen, wenn man das Blech vom Holz genommen hat“, erläutert Ehrenberger. Und auch der Pfarrstadl braucht einer Dachsanierung, hier hat die Gemeinde 60.000 Euro im Budget veranschlagt.

Was dem Bürgermeister sehr am Herzen liegt, ist die Errichtung einer Flutlichtanlage beim Trainingsplatz des Sportvereines. „Im Zuge der Erweiterung der Volksschule ist es für die Jugendmannschaften künftig nicht mehr möglich, auf ihrem bisherigen Trainingsplatz zu trainieren. Da die Kinder und Jugendliche am Wochenende für Matches nicht greifbar sind, weil hier viele Familien Ausflüge oder Ähnliches unternehmen, finden die Nachwuchsspiele unter die Woche statt. Doch die Kinder kommen vor drei, vier Uhr am Nachmittag nicht von der Schule nach Hause, bis März ist es ab 17.30 Uhr dunkel, also brauchen wir dringend ein Flutlicht, weil sonst können wir den Nachwuchsbetrieb nicht aufrecht erhalten“, skizziert Ehrenberger. 58.000 Euro sind dafür im Budget vorgesehen, da es sich um eine energiesparende LED-Beleuchtung handeln soll, hofft der Bürgermeister auf entsprechende Förderungen.