Brass Orchestra Project: Konzertabende für die Ewigkeit. An drei Tagen herrschte in der Burg musikalischer Ausnahmezustand. Absolut große Begeisterung.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 29. November 2019 (04:13)
Ein Augenblick zum Durchatmen: Am dritten Konzertabend wurde das „Brass Orchestra Projekt“ einmal selbst zum Publikum. Es ist jedoch nur ein kurzer Genuss, denn, nachdem der letzte Vorhang gefallen ist, läuft die Ideen- und Umsetzungsmaschinerie von Neuem an.
Bednarik

Meisterwerke für die Ewigkeit. Das Brass Orchestra Project (bop) nahm dieses Motto für ihre drei Konzertabende in der Perchtoldsdorfer Burg zum Anlass, um sie alle wieder musikalisch auferstehen zu lassen. Die Zuseher konnten es in jeder Faser ihres Körpers spüren.

Unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Bauch rockte die Vergangenheit die Gegenwart. Nicht nur gesanglich verewigte sich Meister wie Meisterin – das Brass Orchestra Project zu erleben heißt, sich zu fragen, befinden sich mehr Musiker auf der Bühne oder mehr Zuseher im Saal. Die Bretter, die die Welt bedeuten, wurden jedenfalls beeindruckend lebendig.

Dabei bestach Altbewährtes wie die Rockröhre Steffi Holzmann, unprätentiös, dafür aber umso präziser Rosie Sommerbauer, Ina Eckhard erleuchtete mit und in ihren Klangfarben, Alexander „Axl“ Brodl zeigte sich auch einfühlsam, Stefan „Steff“ Chobota brachte Frauenherzen zum Schmelzen und Gründungsmitglied Andreas „Froschi“ Kormann bewies einmal mehr, dass jeder Klang einer großen Vision entspringt.

Das Repertoire spannte einen abwechslungsreichen, „überirdischen“, musikalischen Bogen von Michael Jackson, über Nirvana, Joe Zawinul, Falco, David Bowie, bis Donna Summer.

Ein liebevoll gestaltetes Hit-Sammelsurium verstorbener Rock- und Poptitanen. Sie sind einmal von uns gegangen, aber wir alle werden sie nie vergessen – jetzt erst recht nicht.