"Home-Office" in der Professoren-Villa in Kaltenleutgeben

Für Kaltenleutgebens Bürgermeisterin Bernadette Geieregger, ÖVP, ist der „Bezirk Mödling der Pendlerbezirk Nummer 1, daher hat es die Idee gegeben, tageweise Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Diese können von Home-Office-Mitarbeitern oder Studenten tageweise angemietet werden, um auch einen Tapetenwechsel von zu Hause zu haben“.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 11:45
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Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bürgermeisterin Bernadette Geieregger, Andrea Lautermüller, Leiterin der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Mödling und Gerhard Uibeleis, Geschäftsführer PKE, der sich um die Infrastruktur gekümmert hat.
Foto: Viktor Andreas Haunold

Nunmehr sind unter dem Motto „Raus aus dem Wohnzimmer oder Büro-Keller, rein in die inspirierende Welt des Co-Working-Spaces“ entsprechende Möglichkeiten in der Professoren-Villa entstanden. Ebendort stehen fünf Arbeitsplätze samt Infrastruktur (Netzwerk, Drucker, Scanner, WLAN, ...) zur Verfügung. Notwendig für den Zutritt ist eine Chipkarte, die man im Gemeindeamt erhält, freie Termine sind im Online-Kalender zu finden. Die Kosten variieren je nach Dauer und Intensität der Nutzung.

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, ÖVP, hält Co-Working für „eine zukunftsweisende Idee, die durch Corona verstärkt wurde. Co-Working wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus, da Kilometer gespart werden, wenn man bedenkt, dass aus Kaltenleutgeben sehr viele Menschen mit dem Auto in die Stadt fahren“. Die Anzahl der Arbeitsplätze sei zwar verglichen mit anderen Co-Working-Spaces „gering, dafür sehr gut ausgestattet“.

Kritische Stimmen kamen aus der SPÖ: „Wer richtet die Räume für die Nutzer her? Werden nach jeder Miete Tische gesäubert und Bildschirme auf Funktionsfähigkeit geprüft? Wie werden Zusatzleistungen wie Kaffee, Drucker abgerechnet oder sind das Gratis-Leistungen? Wie werden Schäden dokumentiert?“ waren nur einige der Fragen. Geieregger beruhigte: „Jeder Mieter muss die Nutzungsbedingungen unterschreiben, die von einem Rechtsanwaltsbüro ausgearbeitet worden sind.“

Die Räume seien versichert, Kaffeekapseln müsse jeder selber mitbringen und für die Reinigung stehe eine Mitarbeiterin zur Verfügung, ergänzte die Bürgermeisterin. Die SPÖ lehnte nicht ab, sondern enthielt sich bei der Beschlussfassung der Stimme, sie wolle dem Projekt an sich „nicht im Wege stehen“.