Bezirk Mödling liegt im "positiven" Spitzenfeld

Erstellt am 30. Juni 2022 | 15:32
Lesezeit: 3 Min
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Bezirkshauptmann Philipp Enzinger empfiehlt, wieder verstärkt auf die FFP2-Maske zurückzugreifen.
Foto: BH Mödling
Vor etwas mehr als einem Jahr sah es hervorragend aus: Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 31,1 (Corona-Kranke in einer Woche pro 100.000 Einwohner) landete Mödling unter allen 94 Bezirken österreichweit auf Platz 2. Aktuell hat sich der Trend deutlich umgekehrt. Vor wenigen Tagen holte Mödling österreichweit erneut Silber. Allerdings in negativem Sinn. Stand Donnerstag ist Mödling Fünfter, Spitzenreiter ist nach wie vor Wien (1089), gefolgt von den Bezirken Gänserndorf, Korneuburg, Bruck an der Leitha und Mödling (986).
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Zur Verdeutlichung: Am 20. Juni wurden im Bezirk Mödling 931 Corona-Positive registriert, 1.045 Absonderungen waren aufrecht, am Montag, 27. Juni, waren es bereits 1.501 bzw. 1.530. 

234 Personen sind bislang mit oder an den Folgen von Corona gestorben.

Von den Höchstwerten zu Jahresbeginn – da wurden pro Woche über 6.200 Erkrankte registriert – sei man weit entfernt, ebenso von der Anzahl der Personen, die den Krisenstab bilden, erklärte Bezirkshauptmann Philipp Enzinger: Das Team umfasst knapp 60 Personen, der Großteil davon sind externe Kräfte. „Im Mai erkrankten durchschnittlich 70 Personen pro Tag im Bezirk Mödling an Covid-19. Im Juni sind es bereits durchschnittlich 116 Personen pro Tag mit steigender Tendenz. Wir erleben somit zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie steigende Zahlen, trotz saisonbedingter überwiegender Aktivitäten im Freien und rückläufiger Testungen.“ Selbst mit Spitzen von über 200 Positiven pro Tag sei die Abarbeitung des täglichen Arbeitsanfalls für das routinierte Team der Bezirkshauptmannschaft Mödling möglich. „Dafür sind wir von Montag bis Sonntag im Einsatz.“

Fast sämtliche Einschränkungen sind aufgehoben, getestet wird kaum noch, die Zahlen steigen rasant. Deshalb empfiehlt die Gesundheitsbehörde „vor allem vulnerablen Personen oder jenen, die häufiger mit vulnerablen Personen in Kontakt treten, in Eigenverantwortung die bisher bewährte FFP2-Maske zu tragen“, meint Enzinger und verweist „nach wie vor auf die Möglichkeit von Gratistests“.

Das Procedere

Sowohl Erkrankte als auch Verdachtsfälle (Personen, mit denen man 48 Stunden zuvor Kontakt hatte) werden für einen Zeitraum von zehn Tagen abgesondert. Verdachtsfälle sind verpflichtet, sich spätestens am nächsten Tag einer behördlichen Kontrolltestung zu unterziehen, wobei der Bescheid bei Kenntnis eines negativen Testergebnisses außer Kraft tritt. Sowohl bei Erkrankten als auch bei Verdachtsfällen wird die Absonderung ab dem 5. Tag bei mindestens 48 stündiger Symptomfreiheit zu einer Verkehrsbeschränkung; die wiederum ermöglicht ein Verlassen des Absonderungsortes, wenn eine FFP2-Maske bei Kontakt mit anderen Personen getragen wird.

Gastronomiebetriebe, Großveranstaltungen dürfen jedoch nicht besucht werden, auch der Kontakt mit vulnerablen Personen ist nicht erlaubt. Ab dem 5. Tag besteht die Möglichkeit, sich in einer behördlichen NÖ PCR-Teststation, in einer teilnehmenden Apotheke oder bei „NÖ gurgelt“ erneut testen zu lassen. Bei einem negativen Testergebnis oder einem CT Wert von 30 oder höher wird die Absonderung bzw. Verkehrsbeschränkung beendet. Klappt es mit der Freitestung nicht und bestehen bei Ende des Absonderungszeitraumes immer noch Symptome, sind Positive verpflichtet, sich online oder bei der Gesundheitsberatung 1450 krank zu melden.

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