Weitere 2.148 Positive im Bezirk Mödling

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:19
Lesezeit: 3 Min
Coronavirus Omikron Symbolbild
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Foto: shutterstock.com/Arif biswas
Anzahl der Infizierten schnellt auch im Bezirk in die Höhe. Krisenstab schafft Contact-Tracing noch. In den Schulen gibt’s Ärger rund um die Testungen.
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Die Omikron-Welle hat den Bezirk Mödling voll erfasst. Stand Montagabend waren 2.148 Corona-Positive (+1.143 gegenüber Montag der Vorwoche) registriert, 2.306 Absonderungen (+952) waren aufrecht. Die Anzahl der Personen, die mit oder an Corona verstorben sind, hat sich auf 159 (+1) erhöht.

7-Tage-Inzidenz bereits vierstellig

Die 7-Tage-Inzidenz (COVID-19-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7-Tage) liegt im Bezirk Mödling bei 1.137,2 (+532,5). Noch klappt es dank des engagierten Teams, das mittlerweile über 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasst, mit dem Contact-Tracing, merkte Bezirkshauptmann Philipp Enzinger an.

Petra Bauer, Direktorin der Ganztagesvolksschule in Münchendorf, kann nur noch den Kopf schütteln. Was sich zur Zeit um die PCR-Testungen in den Schulen abspielt, kann sie sich nur so erklären, dass „Kinder keine Lobby haben und es nach zweieinhalb Jahren Pandemie immer noch keine funktionierende Strategie für die Schulen gibt. Wir bekommen keine Testergebnisse. Ich bin unter den Volksschuldirektorinnen gut vernetzt, das ist im ganzen Bezirk so“.

Sie hat darauf bestanden, dass alle Schülerinnen und Schüler Schule nach den Weihnachtsferien einen PCR-Test zuhause machen mussten, nur mit negativem Ergebnis durften die Kinder am 10. Jänner in die Schule. „Dadurch habe ich sechs Kinder herausgefiltert, die sonst positiv in der Klasse gesessen wären“, betont Bauer.

Ausbleibende Ergebnisse in den Schulen

Anrufe bei der von der Bundesregierung beauftragten Testfirma, die ihren Sitz in Salzburg hat, laufen ins Leere, auch auf anderen Kommunikationskanälen ist nicht zu erfahren, warum die Testergebnisse ausbleiben.

„Wir haben wahrscheinlich die ganze Zeit über hier Kinder sitzen, die verdeckt positiv sind“, glaubt Bauer, für die die Auffassung, dass eine Infektion mit Omikron für Kinder ungefährlich ist, nicht teilt. „Wir wissen nichts über die Langzeitfolgen, das alles geht zulasten der Gesundheit unserer Kinder. Das Einzige, was die Schulen sicherer macht, ist das Lüften.“

Schüler von 7 HTL-Klassen im Distance Learning

„Wir hatten gerade einmal PCR-Testkits für eine Abteilung“, erzählt Hannes Sauerzopf, Schulleiter der HTL Mödling. „Daher habe ich angewiesen, dass alle anderen Schüler dreimal in der Woche Antigen-Tests machen müssen.“ Die Ergebnisse machen deutlich, dass es die Omikron-Variante in sich hat: „Es gab in dieser einen Woche fast so viele positiv getestete Schülerinnen und Schüler als im Zeitraum von Schulbeginn bis zu den Weihnachtsferien“.

Insgesamt sind sieben der 149 Klassen der größten Schule Österreichs vorübergehend geschlossen: Ab zwei PCR-Positiven pro Klasse innerhalb von drei aufeinander folgenden Schultagen beantragt Sauerzopf in der Bildungsdirektion NÖ das vorübergehende Distance Learning.

Fast 80 Prozent haben gültige Impfzertifikate

79,2 Prozent der 119.240 Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Mödling verfügen über ein aktives Impfzertifikat. (die Unterscheidung zwischen Erst-, Zweit- und Drittimpfung ist entfallen). Damit ist man knapp Zweiter hinter dem Bezirk Mistelbach (79,5).termin.impfung.at

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