Bezirk Mödling: Schüler bevorzugen den Live-Unterricht

Die NÖN hat sich an einigen Schulen im Bezirk umgehört, wie der Lockdown-Start verlaufen ist.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:52
Coronatests in HTL Mödling
An der HTL Mödling stehen Unterricht und Testen nach wie vor im Mittelpunkt, macht Direktor Hannes Sauerzopf deutlich.
 
Foto: Dworak

Die Situation in den Schulen ist unübersichtlich. Oberste Prämisse sei die Kontaktreduktion, merkte Bildungsminister Werner Faßmann, ÖVP, in mehreren Interviews an. Andererseits liege ihm Präsenzunterricht am Herzen. Fakt ist, dass es den Eltern für die Dauer des Lockdowns freigestellt werde, die Kinder in die Schule zu schicken.

Silvia Weginger, Direktorin der Mittelschule Brunn-Maria Enzersdorf, hat noch am Freitag den Brief des Ministers ausgesandt und die wichtigsten Punkte klar definiert. „Wir Lehrerinnen und Lehrer sind da und arbeiten nach Stundenplan.“ Zudem sei man „sehr gut vorbereitet:     Alle Klassen haben Luftreinigungsgeräte, alle Schülerinnen und Schüler können über die Lernplattform Aufgaben abrufen, Hybridunterricht kann vereinzelt bei Bedarf angeboten werden“.

Durchaus überraschend: Am Montag waren 77 Prozent der Schülerinnen und Schüler anwesend: In der Woche vor dem Lockdown „waren es durch Quarantäne und Krankheit auch nur 85 Prozent. Wir haben zwei vollzählige Klassen und drei ,verwaiste’ Klassen“, erzählt Weginger.
Brigitte Luksch-Hoffelner, Direktorin der EuropaSportMittelschule, und ihr Team haben am Montag 73 Prozent der Schülerinnen und Schüler vor Ort nach dem gültigen Stundenplan unterrichtet. Für alle anderen Schüler wird vor der jeweiligen Stunde der Lehrstoff hochgeladen. „Selbstverständlich stehen die Lehrerinnen und Lehrer, wenn es nötig ist, für Fragen online zur Verfügung.“

2.545 von 3.263 HTL-Schüler anwesend

Hannes Sauerzopf, Direktor der HTL Mödling, hat exakte Zahlen parat: „Von den 3.263 Schülerinnen und Schülern waren am Montag 2.545 anwesend.“ Das Testen werde penibel fortgeführt und verstärkt: „Sollte es einen positiven Fall geben, werden die Schüler der Klasse fünf Tag lang täglich Antigen-getestet.“ Seit Schulbeginn gab es erst knapp über 20 Positive, merkte Sauerzopf zufrieden an.

Die nicht anwesenden Schüler werden „online mit Infos versorgt, sie dürfen keinen Nachteil haben“, betonte Sauerzopf. Was Schularbeiten und Tests betreffe, laute seine Empfehlung: „Nur im Konsens und nach Absprache mit Lehrern und Schülern.“ Nicht leicht hätten es die Schüler der vierten Klasse Fachschule. „Sie sind gerade aus der Betriebspraxis zurückgekehrt und haben in diesem Schuljahr noch keinen Tag in der Schule verbracht.“