Corona-Schnelltests: Mödling ist Pilotbezirk. In nur 15 Minuten wissen, ob ein Verdachtsfall vorliegt – Test des AMZ schafft damit Planbarkeit für Unternehmen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 01. Oktober 2020 (06:12)
Peter Acz, Geschäftsführer des AMZ (r.) in Wiener Neudorf, präsentierte mit Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer NÖ sowie Vorsitzender des ÖGB NÖ (l.) und Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer NÖ (M.) die Corona-Schnelltests für Arbeitnehmer.
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Der Bezirk Mödling ist Pilotprojekt für Corona-Schnelltests für Arbeitnehmer, die ab 1. Oktober angeboten werden sollen. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Sozialpartner Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer Niederösterreich.

„Wir setzen ein österreichweites Vorzeigeprojekt um, um bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten“, sagt AK-Präsident Markus Wieser. WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker sieht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten durch diese Initiative: „Durch die schnellen Testergebnisse herrscht Klarheit und der Betrieb kann mit so wenig Beeinträchtigungen wie möglich geführt werden“. Ecker fordert in diesem Zusammenhang, dass für Kategorie I-Kontaktpersonen nach zweimaligen negativen Testergebnis, die Quarantäne nach vier Tagen beendet werden kann.

Das AMZ (Arbeits- und Sozialmedizinisches Zentrum Mödling Gesellschaft m.b.H.) übernimmt die operative Umsetzung der Schnelltests. Bei den freiwilligen Tests erhalten die Arbeitnehmer binnen 15 Minuten ein Ergebnis, ob ein Verdachtsfall vorliegt. Ist das der Fall, ist ein zusätzlicher PCR-Test zur genaueren Abklärung notwendig.

Nach der Auswertung der Daten aus dem „Pilot-Bezirk“ Mödling ist die Umsetzung für ganz Niederösterreich geplant. „Das Test-Kontingent soll so vielen Arbeitnehmern und Betrieben wie möglich zu Gute kommen“, erklären Wieser und Ecker.