Die Stadt spielt ihre Vorzüge aus. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern wird am „Wiedererkennungswert“ der Bezirkshauptstadt gefeilt.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:47)
Dworak
Klaus Percig, Helga Schlechta, Stephan Schimanowa, Gerald Ukmar, Bürgermeister Hans Stefan HIntner, Rainer Praschak und Karl Hintermeier haben den Prozess „Dachmarke Mödling“ gestartet.

2013 wurde die generalüberholte Hauptstraße eröffnet, als Ergebnis des Mega-Projekts im Zuge der „NÖ Dorf- und Stadterneuerung“. Jetzt ist Mödling wieder Mitglied der „noe.regional“-Plattform und hat sich der Umsetzung einer Aufgabe verschrieben, die schon 2015 im Stadterneuerungskonzept rot angestrichen wurde: die Entwicklung der Dachmarke Mödling. „Wir sind vor den Toren Wiens, vor den Toren der Shoppingcenter“, betonte Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP. „Wo und wie positionieren wir uns künftig, um im Wettbewerb mit anderen Kommunen bestehen zu können?“

Gemeinsam mit Bürgern sollen Stärken und Schwächen herausgearbeitet werden, unterm Strich soll das übrig bleiben, was den Wiedererkennungswert Mödlings ausmacht: „Jeder kann sich ohne Denkverbot einbringen, ich erwarte mir eine spannende Zukunftsdiskussion“, merkte der Stadtchef an. Damit Mödling zur Marke wird, ziehen alle Fraktionen an einem Strang. Stadtrat Rainer Praschak, Grüne, erwartet sich vom Projekt „auch eine bessere Identifikation der Bürger mit der Stadt“, SP-Stadtrat Stephan Schimanowa erhofft sich „eine Antwort auf die Frage nach dem berühmten roten Faden“, VP-Stadtrat Gerald Ukmar „ein „Ergebnis, mit dem alle arbeiten können“.

Wirtschaftsbund-Obmann Klaus Percig setzt große Stücke auf die Initiative: „Entscheidend wird sein, ob es gelingt, Mödling entsprechend zu bewerben. Das würde auch die Kundenfrequenz beleben.“

Experte „verdichtet“ die gesammelten Ideen

Neben Alexander Kuhness von „noe.regional“ ist Karl Hintermeier von der Agentur „message“ mit an Bord. Er gilt als Stadtmarken-Experte, hat unter anderem auch Ober-Grafendorf und Neulengbach beraten. Sein Job ist es, „die Ideen zu verdichten. Es geht darum, eine authentische Story für die Stadt Mödling zu entwickeln. Deshalb ist es uns so wichtig, mit den Bürgern das Markenkonzept gemeinsam zu entwickeln“.

Im Dezember soll es ein erstes Konzept geben, konkrete Umsetzungen 2019.

Die Ideenfindung

„Wall of Ideas
Die Bürger werden befragt: Wofür steht Mödling? Wofür soll die Stadt in Zukunft stehen?

Virtuelle Agentur Mödling
Im Rahmen zweier ganztägiger Design-Camps werden Mödlinger Kreative dazu eingeladen, ihre Ideen zum Markenkonzept einzubringen. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet, von der Markenagentur „message“ zusammengefasst und zu einer Story inklusive Design verdichtet.

Dialog-Austellungen
Die Konzepte werden öffentlich ausgestellt: Raum zum Begutachten, Bewerten und Kommentieren. Auch diese Ergebnisse werden schlussendlich von der Markenagentur zusammengetragen und ausgearbeitet.

Präsentation und Umsetzung
Abschluss-Präsentation des Markenkonzepts vor dem Gemeinderat, Präsentation erster Umsetzungsmaßnahmen, Beschlussfassung – das Markenkonzept Mödling wird „amtlich“.

Öffentliche Präsentation des Markenkonzepts
Start der Umsetzungen – die Akteure der „Virtuellen Agentur“ tragen das Konzept in ihrer täglichen Arbeit mit.
www.moedling.at/marke

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