Knapp 3.000 Personen bei PCR-Tests in Wiener Neudorf. Nach dem Auftauchen von sieben Fällen der südafrikanischen Corona-Variante in Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) haben sich exakt 2.966 Personen den extra angebotenen PCR-Testungen unterzogen.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 01. März 2021 (09:35)
Steigerung im 24-Stunden-Vergleich von 19,33 Prozent
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Rund 2.700 davon seien Wiener Neudorfer gewesen, dies entspreche etwa einem Drittel der Einwohner, resümierte Bürgermeister Herbert Janschka (ÖVP) am Montag auf seinem Blog. Der Ortschef bezeichnete dies als ernüchternd. Registriert worden seien knapp 20 positive Resultate.

"Meine naive Annahme war, dass sich etwa 6.000 Personen testen lassen werden", blickte Janschka zurück auf die Untersuchungen, die von Mittwochnachmittag bis Sonntag über die Bühne gegangen waren. In diesem Zusammenhang habe er sich verrechnet, räumte der Bürgermeister ein.

"Ich dachte, dass im Zweifelsfall und im Eventualfall die Wiener Neudorfer zusammenstehen, aufeinander Rücksicht nehmen, gegenseitige Sicherheit wollen und geben - und sich ein paar Minuten für die Gesundheit der Allgemeinheit Zeit nehmen." Bürgermeister Herbert Janschka

"Ich dachte, dass im Zweifelsfall und im Eventualfall die Wiener Neudorfer zusammenstehen, aufeinander Rücksicht nehmen, gegenseitige Sicherheit wollen und geben - und sich ein paar Minuten für die Gesundheit der Allgemeinheit Zeit nehmen." In guten Dorfgemeinschaften funktioniere das so. "Aber vielleicht führen wir die Bezeichnung 'Dorf' wirklich nur mehr im Namen, ohne uns mehrheitlich damit zu identifizieren."

Anhand der vorliegenden Daten sei nun davon auszugehen, dass etwa 40 weitere Wiener Neudorfer mit Corona infiziert sind, "nichts merken, herumspazieren und es weitergeben - hoffentlich nur das 'normale' Virus und nicht eine Variante", befand Janschka. "Da ich weiter annehme, dass sich diejenigen eher testen lassen, die vorsichtig mit der Situation umgehen als andere, wird die Dunkelziffer mit Sicherheit höher sein."