Mödlinger ÖVP & SPÖ sind mit Erreichtem zufrieden. Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP & Silvia Drechsler, SPÖ, hatten schweren Start aufgrund der Coronakrise.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 03. März 2021 (03:44)
Die Stimmung zwischen ÖVP und SPÖ ist gut, darin sind sich Bürgermeister Hans-Stefan Hintner und Vizebürgermeisterin Silvia Drechsler einig.
Stadtgemeinde Mödling

Im Februar 2020 nahm die Koalition von ÖVP und SPÖ ihre Arbeit auf.

Zwölf Monate später blicken Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, und Vizebürgermeisterin Silvia Drechsler, SPÖ, auf eine beispiellose und von der Pandemie überschattete Zeit zurück. „Unser erstes Augenmerk lag natürlich vorrangig auf der Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge mit den Kernbereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Straßenreinigung, Winterdienst und Müllabfuhr“, blicken Hintner und Drechsler auf 2020 zurück.

In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr, hier vor allem mit Brandrat Peter Lichtenöcker und dem Roten Kreuz, wurden Hilfs- und Einkaufsdienste wie „Mödling hilft“ und später die Massentests sowie die permanenten Teststraßen organisiert.

Doch trotz Corona ging auch die Umsetzung von Projekten weiter. So wurde eine große Jugendstudie in Gang gesetzt und mit den ersten Gesprächen und Erhebungen begonnen.

Am Parkplatz „Scheffweg“ wurde der Prototyp eines elektronischen Parkleitsystems errichtet. Das Netz der Stromtankstellen wurde an mehreren Standorten ausgebaut. Weiters wurde die Initiative „1000 Bäume für Mödling“ gestartet, und bei den Platzgestaltungen im Neusiedlerviertel und am Hyrtlplatz noch mehr Augenmerk auf die Gestaltung vitaler Grünzonen gelegt.

Als Initiative gegen Bodenversiegelung und zur Erhaltung des Gartenstadtcharakters wurde eine Bausperre erlassen. Diese Bausperre gibt der Stadt nun die Möglichkeit, den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan zu überarbeiten und zukunftsfähig zu gestalten.

Keine neue Umwidmung von Bauland vorgesehen

Wobei Bürgermeister Hans Stefan Hintner betont: „In Mödling gibt es keine neue Widmung von Bauland, da im Gegenzug an anderer Stelle im Ortsgebiet Bauland in Grünland umgewandelt werden müsste. Unsere Flächenbilanz ist daher seit Jahrzehnten unverändert“.

Erfreulich ist, dass dennoch neuer erschwinglicher Wohnraum geschaffen wurde bzw. in Vorbereitung ist.

Silvia Drechsler hebt hervor: „In der Jakob Thoma Straße sind die ersten Wohnungen für junge Familien und barrierefreie Einheiten für betreutes Wohnen übergeben. Und das Wohnhaus in der Josef Schleussner Straße steht kurz vor dem Baubeginn.“

Ein Projekt, das Bürgermeister Hans Stefan-Hintner ein besonderes Anliegen ist, ist die Neugestaltung des Hyrtlplatzes. „Ein Platz ist eine Stätte der Begegnung, und wir haben hier verschiedene Akzente gesetzt“, merkt Hintner an, „auch wenn man über die Ausführung der Möglichkeiten immer geteilter Meinung sein kann.“

Außerdem brauche ein Platz eine gewisse „Multifunktionalität“, stolz ist der Stadtchef auf das viele Grün, das dort wächst. „Es war ursprünglich dort nicht einmal ein Grashalm vorgesehen“, blickt Hintner auf die Anfänge des Projekts zurück.

Die NEOS & Grünen-Kritik an Postenschacher (siehe rechts) weist Hintner scharf zurück. „Wir haben bei unseren Postenausschreibungen ein Objektivierungsverfahren eingeführt, in das ich als Bürgermeister gar nicht eingebunden bin, aber Vertreter aller im Gemeinderat befindlichen Fraktionen. Wir beauftragen ein unabhängiges Personalbüro, diese Kritik ist objektiv nicht nachvollziehbar.“

Die Koalition hat es sich zum Ziel gesetzt, die 50%-Förderung der Bundesregierung für Investitionen im öffentlichen Bereich auszunutzen. Von den für Mödling vorgesehenen 2,3 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr bereits 1,3 Millionen Euro beantragt. „Die restliche Million werden wir heuer für wichtige Infrastrukturprojekte nutzen“, sagt Hintner.