Gaaden: Aufreger um rassistisches Posting . Nach WhatsApp mit rassistischem Inhalt forderten SPÖ und ÖVP Ortschef zur Stellungnahme auf.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 18. November 2020 (04:33)
Ortschef Rainer Schramm: „Ich lehne jede Form von Rassismus ab.“
privat

Für große Aufregung sorgte in Gaaden ein Posting, das Ortschef Rainer Schramm, Wir Gaadner, vor einiger Zeit erhielt und an eine WhatsApp-Gruppe weitergeleitet hat.

Darin fanden sich rassistische und menschenverachtende Aussagen, die von den Oppositionsparteien auch publiziert wurden, wie: „Es wird geraubt, überfallen, verprügelt, vergewaltigt & gemordet, als wäre dies das Selbstverständlichste von der Welt! Wir wollen hier keine Idioten, die unser Leben nach ihren Vorstellungen gestalten wollen! Klemmt euch eure Wunderlampe unter den Arm, setzt euch auf euren Teppich & fliegt zurück hinter den Bosporus oder nach Afrika!“

Die Oppositionsparteien, ÖVP und SPÖ, waren entsetzt von dem Kettenbrief, der kurz nach dem Anschlag in Wien die Runde machte: „Hass und Rassismus haben in einer weltoffenen Gemeinde wie Gaaden nichts verloren, Sie als Bürgermeister sollten ein Vorbild sein, wir fordern Sie zu einer Stellungnahme auf.“

Diese ließ nicht lange auf sich warten. „ÖVP und SPÖ sind zurecht über den Inhalt des Postings empört“, entschuldigt sich der Ortschef, „ich bekam dieses Posting kurz nach dem schrecklichen Terroranschlag und habe es versehentlich und ungelesen in die WhatsApp-Gruppe gestellt.“ Er distanziere sich ganz klar von dessen Inhalt. „Wer mich kennt – dazu gehören auch die Unterzeichner der Aussendung sowie die Mitglieder der WhatsApp-Gruppe – weiß, dass ich jede Form von Rassismus und jegliche pauschale Schuldzuweisungen klar ablehne“, betont Schramm.

Versehentlich und kommentarlos

Er sei „ein strikter Gegner aller Gruppierungen, seien es linke oder rechte, und ungeachtet des Herkunftslandes, die Radikalismus und Gewalt verherrlichen. Die Weiterleitung des Postings erfolgte versehentlich und kommentarlos.“