Mächtige Mödlinger Eiche kracht zusammen. Der 200 Jahre alte Baum bei der Meiereiwiese hat "aufgegeben". Schon vor knapp vier Jahren hätte die mächtige Eiche gefällt werden müssen, da sie eine Gefahr für die vielen Gäste am Weg war.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 04. Juli 2019 (21:13)

Die Stadtgemeinde Mödling entschied sich damals gegen das Fällen und verlegte den Wanderweg um einige Meter. Somit konnte das prägende Landschaftselement erhalten bleiben. Mit einem Stammdurchmesser von 1,60 Metern, einem Kronendurchmesser von fast 20 Metern und einer Höhe von rund 18 Metern war die Zerr-Eiche die größte dieser Art im gesamten Stadtwald.

Das fortschreitende Pilzwachstum (vorwiegend Schillerporling-Befall) führte dazu, dass der Baum nun ohne äußerer Einwirkung bei Windstille in sich zusammengestürzt war.

Forst-Stadtrat Leo Lindebner, VP, hat sich „sehr für den Erhalt und Verbleib dieser wunderbaren Alteiche eingesetzt. Jetzt ist jedoch das natürliche Ende gekommen und es ist, abgesehen von kleineren Schäden am nachbarlichen Holzzaun, Gott sei Dank, niemand zu Schaden gekommen“. Das Astwerk wird nunmehr entfernt und als Brennholz verwertet.

Rumpf bleibt als "Sehenswürdigkeit"

Der etwa fünf Meter hohe Rumpf der Eiche wird belassen, einerseits zur Erinnerung an den mächtigen Baum, andererseits ist totes stehendes Starkholz seltenes Kleinuniversum für verschiedene Pilze, Bock- und Prachtkäfer, Ameisenarten und Holzwespen. Und all diese Tiere sind wiederum Nahrung für die Vogelwelt.