"100 Jahre Niederösterreich" im Bezirk Mödling

Aktualisiert am 28. Juni 2022 | 06:48
Lesezeit: 7 Min
Mit dem Anschnitt der Jubiläumstorte, einer Leistungsschau, dem Tag der Vereine und dem „Regional & Kostbar“-Markt am Josef Deutsch-Platz startete am Samstagvormittag am Schrannenplatz in Mödling der Festreigen „100 Jahre Niederösterreich“. Musiktalente beschlossen am Sonntagnachmittag den Festivalreigen.
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Mit 277 Quadratkilometern ist der Bezirk Mödling zwar flächenmäßig blaugelbes Schlusslicht, mit knapp 120.000 Einwohner aber auf Platz 3. Diese „Vielfalt auf kleinstem Raum“ sei in vielerlei Hinsicht zu sehen, merkte Mödlings Stadtchef & Abgeordneter zum Nationalrat Hans Stefan Hintner, ÖVP, nicht ohne Stolz an. Vom größten Handelscluster über hochwertige landwirtschaftliche Flächen bis hin zu herrlichen Plätzen zum Relaxen sei alles zu finden. „Wir werden nicht umsonst die Perle des Wienerwaldes genannt.“ Und Hintner vergaß im Rahmen des Festaktes eines nicht: „Der Generation zu danken, der sich um den Aufbau des Landes nach der nicht einfachen Loslösung von Wien gekümmert hat.“ Sein Appell: „Die Energie statt fürs Matschkern für einen optimistischen Blick in die Zukunft aufzuwenden und die Chancen, die sich bieten, zu erkennen.“

Landtagsabgeordneter Martin Schuster, ÖVP, machte deutlich, dass es Niederösterreich geschafft habe, „auch ohne Wien etwa im Bildungs- oder Kulturbereich eigenständig zu sein“. Es sei in all den Jahren gelungen, „viele Herausforderungen zu meistern“. Mit „Mut und Zusammenrücken“ werde man auch die anstehenden Hürden überspringen. Ein Lieblingsplatzerl im Bezirk wollte der Perchtoldsdorfer nicht nennen: „Es ist überall im Bezirk wunderschön.“

Landtagsabgeordneter Hannes Weninger, SPÖ, fand durchaus mahnende Worte: „In den vergangenen 100 Jahren war nicht alles Glanz und Gloria. Der Aufschwung Niederösterreichs war aber so richtig nach dem Fall des Eisernen Vorhanges zu spüren.“ Er wünsche sich „eine Gesellschaft, die alles dankbar annimmt und auch zurückgibt. Solidarität statt Ellenbogen einsetzen zählt“, hofft der Gießhübler.

 

Der Samstagabend stand im Zeichen der „Silent Disco“ im Stadtbad, einem einzigartigen Konzept, bei dem allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern kabellose Kopfhörer zur Verfügung gestellt werden. Zwei DJs spielen gleichzeitig auf zwei unterschiedlichen Kanälen.

Der zweite Festtag startete mit einer ökumenischen Feldmesse  im Museumspark, gefolgt von der Bezirksweinkost mit Frühschoppen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Mitglieder der Blasmusikkapellen und Ensembles des Bezirkes. Landesrat Martin Eichtinger, ÖVP, ließ die Termine im Museumspark nicht aus. 

Am Sonntagnachmittag gehörte die Bühne am Schrannenplatz Talenten aus den Musikschulen und Musikschulverbänden Brunn/Maria Enzersdorf, Hinterbrühl/Gaaden/ Wienerwald, Laxenburg/Biedermannsdorf, Mödling, Perchtoldsdorf, Vösendorf und Wiener Neudorf sowie den Musikern Julez und Nitsch&Jennewein. Landtagspräsident Karl Wilfing, ÖVP, spendete den Akteuren und den Fans Extralob: "Schön warm ist auch warm", kommentierte er die schweißtreibenden Temperaturen. Für die nächsten 100 Jahre wünschte er sich "ein friedliches Miteinander". Und der Poysdorfer verriet auch sein Lieblingsplatzerl im Bezirk Mödling: "Gumpoldskirchen." Wirtschafts-Stadtrat Gert Zaunbauer, ÖVP, war darüber nicht böse, denn "der gesamte Bezirk ist für mich Klein-Niederösterreich. Wir haben von allem etwas".   

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