Sieben Wehren bei Waldbrand in Mödling im Einsatz. Nahe Mödling ist am Donnerstagabend ein etwa ein Hektar großes Stück eines Föhrenwaldes in Brand geraten. Sieben Feuerwehren waren in den Nachtstunden mit rund 130 Mitgliedern im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch die Flugpolizei, die mit zwei Hubschraubern an Ort und Stelle war. 

Von Redaktion NÖN.at. Update am 02. April 2021 (20:44)

Für Mödlings Feuerwehrkommandant Peter Lichtenöcker bestand nach Ersteinschätzung der Lage – „Ich hab‘ wegen des starken Windes nur Rauch gesehen“ - kein Zweifel: „Bevor wir vor Einbruch der Dunkelheit auch noch wertvolle Zeit verlieren, um den Brandherd in diesem schwer zugänglichen Gebiet zu finden, habe ich sofort Hubschrauber angefordert.“

Zwei Polizeihubschrauber-Besatzungen waren gleich zur Stelle, eine aus Wien-Meidling, eine vom Flughafen. Sie lokalisierten den großflächigen Brand etwa im Bereich Erikagrat – Unterer-Dreistunden-Weg, am Schießstättenweg ließen die Helikopter den 500-Liter-Faltlöschbehälter mit Wasser befüllen, ehe sie zur Brandbekämpfung starteten. Mehrere Trupps der alarmierten Feuerwehren machten sich mit Löschrucksäcken zu Fuß in das unwegsame Gelände auf.

Zur Löschwasserversorgung wurde eine Leitung aus der Rieger-Straße zum „Basislager“ Schießstättenweg gelegt. Gute Dienste leisteten auch ein 3.000 Liter-Wassertankfahrzeug der Gemeinde Gumpoldskirchen und der „Waldbrand-Unimog“ (Vegetations-Löschfahrzeug) der FF Kaltenleutgeben. Der Einsatzort an sich ist für die FF Mödling kein unbekannter. „Wir mussten dort schon öfters löschen, nachdem Lagerfeuer außer Kontrolle geraten waren.“

Diese Kombination aus Leichtsinn, sommerlicher Hitze, Trockenheit und dem Föhrenwald käme durchaus als Brandursache in Betracht, mutmaßt Lichtenöcker. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Lichtenöckers Dank galt den Kräften der freiwilligen Feuerwehren Mödling, Wiener Neudorf, Brunn am Gebirge, Guntramsdorf, Gumpoldskirchen, Hinterbrühl, Perchtoldsdorf und Kaltenleutgeben sowie der Flugdienstbasisgruppe Süd des NÖ Landesfeuerwehrverbandes und den exekutiven Besatzungen.

Bezirksfeuerwehrkommandant Michael Bruckmüller hatte als Feuerwehroffizier in Wien Dienst, war mit der Bezirksalarmzentrale und Lichtenöcker aber „in ständigem Kontakt. Peter hat super reagiert, indem er gleich die Hubschrauber angefordert hat. Alle Einsatzkräfte haben einmal mehr ihre überörtliche Schlagkraft bewiesen“, lobte Bruckmüller. Der Breitenfurter weiß, dass die Situation in und rund um Mödling diesbezüglich „sehr brisant ist. Der Föhrenwald ist sehr trocken“.

Kurz nach Mitternacht waren die Flammen nach Angaben der Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mödling unter Kontrolle, gefordert waren die Helfer jedoch auch am Freitag.

Am Vormittag wurden zahlreiche Glutnester im teilweise unwegsamen Gelände beseitigt. Beteiligt waren daran auch zwei Hubschrauber des Innenministeriums. Für die Versorgung der Helikopter mit Kerosin wurde die mobile Tankstelle des NÖ Landesfeuerwehrverbandes herangezogen.

Zwei Hubschrauber vor Ort

Am Freitag wurden die Löschmaßnahmen fortgesetzt. Bereits vor sechs Uhr früh rückte neues Personal der Feuerwehren Mödling, Wr. Neudorf, Brunn am Gebirge und Guntramsdorf an. Dabei wurden erneut zwei Hubschrauber zur Brandbekämpfung und Nachkontrolle eingesetzt. Um an der Einsatzstelle alle Glutnester ablöschen zu können wurden schließlich die Feuerwehren Kaltenleutgeben und Perchtoldsdorf alarmiert. Diese führten letzte Nachlöscharbeiten durch und verblieben anschließend als Brandwache am Einsatzort.

Im Summe forderte dieser Einsatz somit neun Feuerwehren mit über 150 Einsatzkräften. Die Kontrollarbeiten können dabei bis am Freitagabend oder sogar bis ins Wochenende hinein andauern.

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