Drei Verletzte bei Brand in Mödlinger Mehrparteienhaus

Aktualisiert am 15. Mai 2022 | 15:34
Lesezeit: 3 Min
Bei einem Brand in einem Mehrparteienhaus in Mödling sind Sonntagfrüh drei Personen teils schwer verletzt worden.
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21 Bewohner wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht, sagte Paul Fastner, Sprecher der FF Mödling. Ein Notarzthubschrauber flog die schwer verletzte Person laut Rotem Kreuz in ein Spital. Acht Feuerwehren standen mit über 120 Mitgliedern im Einsatz, teilte die FF in einer Aussendung mit. Die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache waren im Gange.

Gegen 7.00 Uhr gingen zahlreiche Notrufe in der Bezirksalarmzentrale ein. Gemeldet wurde ein Feuer nach einer Explosion in einem Hochhaus in Mödling. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand eine Wohnung im Erdgeschoß des sechsstöckigen Gebäudes in Vollbrand. "Zu diesem Zeitpunkt war das Stiegenhaus bereits stark verraucht und der Fluchtweg für die Bewohner daher abgeschnitten", teilte die Feuerwehr Mödling in einer Aussendung mit. "Mehrere Personen haben sich von den Balkonen aus bemerkbar gemacht", berichtete der Sprecher. Die Bewohner wurden aus dem stark verrauchten Objekt über das Stiegenhaus sowie mithilfe von Leitern, Drehleitern und Teleskopmastbühnen gerettet.

Um sicherzugehen, dass sich keine Personen mehr in den Gebäude aufhielten, wurden nahezu alle Wohnungen gewaltsam geöffnet. Zehn Ersatztüren wurden von der Wiener Berufsfeuerwehr geliefert. Der Brand war gegen 10.00 Uhr gelöscht. Eine schwer verletzte Person wurde vom Hubschrauber "Christophorus 9" in ein Spital transportiert, sagte Sonja Kellner, Sprecherin vom Roten Kreuz Niederösterreich. Dabei soll es sich nach Feuerwehrangaben um den Bewohner der betroffenen Wohnung handeln. Zwei weitere Personen erlitten leichte Blessuren. Das Rote Kreuz stand mit rund 30 Mitarbeitern und mehreren Fahrzeugen im Einsatz und betreute die Bewohner in einer nahe gelegenen Kirche.

Am Gebäude entstanden "erhebliche Brandschäden", sagte Fastner. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden die betroffene Wohnung im Erdgeschoß sowie angrenzende Wohnungen. Ein Baumeister, ein Statiker und das Bauamt der Stadtgemeinde beurteilten den Zustand des Hauses. Dabei wurde keine Einsturzgefahr festgestellt.

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