Schadstoffeinsatz in Chemie-Betrieb. Am Samstag musste die FF Guntramsdorf knapp vor Mittag zu einem „TUS-Alarm“ in einen chemieverarbeitenden Betrieb in der Bahnstraße ausrücken.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 08. Oktober 2019 (11:06)

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war schon von außen durch ein Fenster die „Verrauchung“ einer Halle festzustellen - verursacht durch einen umgefallenen und aufgeplatzten 1000-Liter-Behälter, aus dem eine vorerst unbekannte Flüssigkeit ausgetreten war.

Ein mit Chemieschutzanzügen ausgerüsteter Atemschutztrupp stellte fest, dass sich im Behälter Wasserstoffperoxid befunden hatte. Diese Flüssigkeit ist ein starkes Oxidationsmittel und wird als Bleich- und Desinfektionsmittel verwendet. Die Substanz ist ätzend und beim Einatmen und Verschlucken gesundheitsschädlich.

Da die Abwässer des ganzen Firmengeländes über eine Neutralisationsanlage führen und deshalb keine kontaminierten Abwässer das Betriebsgelände verlassen können, wurde in Absprache mit Chemikern des Betriebes entschieden, den Schadstoff mit viel Wasser zu verdünnen. Parallel zu diesen Maßnahmen wurde die Halle mit Hochleistungslüftern belüftet.

Der Einsatz vor Ort war zwar nach rund zwei Stunden beendet, doch die anschließenden Reinigungsarbeiten der Geräte und Ausrüstung nahmen auch noch einige Zeit in Anspruch…..