Wiener Neudorf als Nummer 1 im Land. Wiener Neudorf legt einen Überschuss in der Höhe von 5,4 Millionen Euro hin. Das ist österreichweit top.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 12. April 2019 (04:14)
Rote Balken sind in diesem Fall als positives Zeichen zu verstehen. Wiener Neudorfs Finanzen sprengen alle Rekorde.
Dworak

Geht es nach Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, dann sollte die „öffentliche Sparquote deutlich über 15 Prozent liegen“. Sein rigoroser (Finanz-)Kurs seit 2015 habe dazu geführt, dass „wir derzeit sogar über 20 Prozent liegen. Ich bin fast schon dafür gefürchtet, jeden Euro zweimal umzudrehen, bevor investiert wird“, sagt Janschka im NÖN-Gespräch.

Faktum ist, dass Wiener Neudorf österreichweit finanztechnisch die Nummer 1 unter den insgesamt 163 Gemeinden zwischen 5.000 und 10.000 Einwohnern ist.

Angesichts der Kommunalsteuer – Stichwort: Industriezentrum NÖ Süd – nicht sehr verwunderlich: 16 Millionen Euro fallen jährlich ab.

"Das zeigt ja den politischen Willen"

Entsprechend erfreulich ist auch der Rechnungsabschluss ausgefallen. Der Überschuss macht 5,4 Millionen Euro aus. „Wir werden etwa 750.000 Euro in Infrastrukturprojekte, darunter Straßenbau und Grünraumpflege, investieren“, erklärt Janschka. Der restliche Betrag wird dem Budget zugeführt.

Der Beschluss wurde – was seit Jahren nicht mehr der Fall war – einstimmig gefasst. Für SP-Gemeinderat und -Ortsparteivorsitzenden Christian Wöhrleitner ein „deutliches Zeichen für unsere Wirtschaft. Sie leistet den immensen finanziellen Beitrag, für den die Gemeinde eigentlich gar nichts kann“. Das Budget an sich habe man abgelehnt: „Das zeigt ja anders als der Rechnungsabschluss den politischen Willen.“

Geht es nach Wöhrleitner, sei der massive Überschuss „sehr erfreulich, aber nicht wirklich überraschend. In Wiener Neudorf muss man nicht viel investieren“. Die großen Brocken habe er in seiner Amtszeit als Bürgermeister (2005 bis 2015) vorweggenommen: „Stichwort: neues Feuerwehrhaus, Volksschulzubau.“