Neue Ära im Mödlinger "Posthof". Die „neue“ Gastrosaison beginnt in Mödling mit einem Paukenschlag: Die Ära „Schelivsky“, seit 1994 untrennbar mit dem „Posthof“ verbunden, geht überraschend zu Ende; Claudia Fuchs und ihr Sohn Stephan übernehmen als Gesellschafter das Traditionslokal am Schrannenplatz.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 14. Mai 2020 (14:24)
Ablöse: Claudia Fuchs übernimmt den "Posthof" von Marcus Schelivsky.
Dworak

Für Claudia Fuchs war es „immer schon ein Traum, einmal einen Gastronomiebetrieb zu führen“. Den „Posthof“ kennt sie als Stammkundin in und auswendig. „Er ist der erste Treffpunkt am Schrannenplatz – noch dazu mit der herrlichen Terrasse.“ Dass die Übernahme gerade in einer sehr schwierigen Zeit erfolge, sei ihr bewusst. Sie hält es da allerdings mit Warren Buffett, einem der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten und drittreichster Mensch der Welt: „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind“ – „Ich denke, dass jetzt eine sehr gute Gelegenheit für Investments ist“, meint die neue Pächterin.

Sie wird „das Frühstücksangebot um Schmankerln und Prosciutto erweitern“ und auch bei den Getränken auf Regionales setzen; vor allem bei der Weinkarte. Die gute Nachricht an die Belegschaft: „Wer bleiben will, kann gerne bleiben.“ Und „damit wir keinen Stammgast verlieren, wird mich Marcus in den nächsten Monaten noch begleiten und unterstützen“, machte Claudia Fuchs deutlich. Im nächsten Jahr soll das Lokal umgebaut und auch als "Afterwork"-Treffpunkt etabliert werden.

Schelivsky hat sich "schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken getragen, mich zu verändern. Da kam der Anruf von Claudia Anfang März zum richtigen Zeitpunkt. Erstes Treffen, kurzes Abtasten und schnell war von beiden Seiten eine Entscheidung getroffen". Wichtig war ihm dass der "Menschentreff" (Zitat: Wolfgang Fifi Pissecker) bestehen bleibt und  das Posthof-Team übernommen wird. "Jetzt liegt mein Fokus auf der ,Waldmeierei' in Maria Enzersdorf und anderen Projekten, auf die ich mich schon sehr freue. Das Wichtigste: Ich werde mehr Zeit mit meinem jüngsten Sohn verbringen können." Er freue sich jedenfalls sehr darauf, "wieder unsere Stammgäste zu sehen".