Die Erinnerung lebt in Wiener Neudorf. Das Areal rund um das von Arik Brauer errichtete Denkmal wird erweitert. Ein Wettbewerb läuft.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Oktober 2019 (04:26)
Barbara Brunsteiner
Der Bereich rund um das Mahnmal soll künftig erweitert werden.

Die Marktgemeinde hat das Areal rund um das 2014 von Arik Brauer entworfene KZ-Mahnmal im Bereich Palmersstraße/Eumigweg vergrößert, um den Besuchern genügend Platz einzuräumen.

Nunmehr soll die Fläche im Zuge eines Ideenwettbewerbs neu gestaltet und zur besseren Wissensvermittlung adaptiert werden. In die Ortsbildgestaltung sollen Bevölkerung und internationale Expertinnen und Experten eingebunden werden. Die ersten drei Plätze erhalten ein Preisgeld von insgesamt 4.000 Euro und werden von einer internationalen Jury prämiert.

Das Konzept muss "mit dem bestehenden Denkmal eine Einheit bilden"

Gesucht werden kreative Ideen, „wie das Areal in Zukunft sowohl optisch als auch informativ und insbesondere in Bezug auf die pädagogische Wissensvermittlung optimiert werden kann“, erklärt Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP. Ob digitale Infoscreens, die Gestaltung eines audiovisuellen Archivs oder Kunstinstallationen – alles ist möglich. Jedoch müsse das Konzept „mit dem bestehenden Denkmal eine Einheit bilden“. Die Bewertung der eingereichten Projekte wird durch eine unabhängige Fachjury vorgenommen, der unter anderem Arik Brauer, Zeitzeuge, Künstler und Gestalter des KZ-Mahnmals, Herbert Janschka, Bürgermeister der Marktgemeinde Wiener Neudorf und Jürgen Gangoly, Vorsitzender des Gedenkvereins KZ-Nebenlager Guntramsdorf/Wiener Neudorf, angehören.

Janschka ist es „ein großes Anliegen, die Erinnerungskultur zu pflegen“.

Der 2005 in Guntramsdorf gegründete „Gedenkverein“ engagiert sich, das Wissen über das allgemein wenig bekannte KZ-Außenlager Wiener Neudorf zu verbessern und in der Öffentlichkeit zu verankern.

www.gedenkverein.at