Vösendorfer Mandatare hüllen sich in Schweigen. Die Parteienvertreter halten sich über den Stand der Koalitionsverhandlungen bedeckt. Skifahren statt reden ist angesagt.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 09. Februar 2020 (03:13)
Symbolbild
Shutterstock/Denis Kuvaev

Die Semesterferien werden sowohl von ÖVP-Obmann Hannes Koza als auch von Grünen-Frontfrau Alexandra Wolfschütz in erster Linie dazu genutzt, um in den Bergen nach dem anstrengenden Wahlkampf neue Kräfte zu tanken.

Koza war im Urlaub im Gegensatz zu Wolfschütz trotzdem zu erreichen, doch ob sich jetzt nach dem fulminanten Abschneiden der ÖVP – Koza legte mit seinem Team von sieben auf zwölf Mandate zu – eine Koalition mit den Grünen ergeben werde, das wollte er weder bestätigen noch dementieren. Er erklärte im NÖN-Gespräch: „Die Grünen brauchen die Semesterferien, um zu sondieren und sich zu entscheiden. Das respektieren wir.“

Die Grünen konnten ihre drei Mandate halten, gemeinsam könnten ÖVP und Grüne die SPÖ als Bürgermeisterpartei vom Thron stoßen.

Auch die SPÖ bleibt unter dem Radar. Auf NÖN-Nachfrage heißt es lediglich von Michael Landschau, Sprecher von Bürgermeisterin Andrea Stipkovits: „Im Moment kann ich nichts Neues berichten.“

Auch Johann Pipek, der mit der Liste „Wir Vösendorfer“ ein Mandat schaffte, bestätigt diesen Eindruck. Er sagt: „Ich habe nichts gehört. Es ist alles sehr ruhig, man könnte glauben, alle politischen Vertreter sind gemeinsam auf Urlaub gefahren.“

Durchgesickert ist jedenfalls, dass die Vösendorfer Grünen am kommenden Montag eine Erklärung abgeben wollen, wie ihre Entscheidung ausgefallen ist.