Alle wollen es wieder wissen im Bezirk Mödling. Sämtliche Bürgermeister des Bezirks, die aktuell tätig sind, werden am 26. Jänner erneut antreten.

Von Daniela Purer. Erstellt am 18. September 2019 (04:29)
Wodicka; Foto-Montage Alex König
Wodicka; Foto-montage Alex König

ÖVP-Bezirksparteivorsitzender & Landtagsabgeordneter Martin Schuster hält angesichts des Wahltermines „einen kurzen Wahlkampf für sinnvoll. Wir werden unseren Intensivwahlkampf erst mit Jahresbeginn führen“. Die Listen – die ÖVP tritt in sämtlichen Gemeinden an – werden „rechtzeitig zu Jahresende stehen“, betont Schuster. Er selber werde gerne wieder für das Bürgermeisteramt in Perchtoldsdorf kandidieren, wenn es „die Gremien so wollen“.

SPÖ-Bezirksparteivorsitzender & Landtagsabgeordneter Hannes Weniger hält den Termin ebenfalls für „gut, es wird einen kurzen Wahlkampf geben. Die Bevölkerung in den Gemeinden weiß genau, wer gute Arbeit leistet, daher ist ein langer Wahlkampf auch nicht nötig. Wir starten mit dem Intensivwahlkampf nach dem 6. Jänner, die Listen sollten bis Ende Oktober stehen, um langwierige Personaldebatten auszuschließen“.

Die Grünen werden nach wie vor nicht auf den Wahlzetteln in Achau, Laab im Walde, Wiener Neudorf, Gaaden, Hennersdorf und Münchendorf aufscheinen, bedauert Bezirkssprecher Christian Apl. Der Perchtoldsdorfer Spitzenkandidat hält den Termin für „nicht gerade optimal. Wir werden nach Weihnachten mit dem Intensivwahlkampf starten. Die Listen für Perchtoldsdorf und Mödling sind schon fix, die restlichen werden spätestens Ende Oktober bzw. Anfang November stehen“.

FPÖ-Bezirksparteiobmann & Nationalrat Christian Höbart freut sich, dass dieses Mal die FPÖ auch in Hennersdorf, Wienerwald und Hinterbrühl antreten kann. Gegen den Wahltermin hat er nichts einzuwenden: „Wir waren dafür, denn wir sind der Meinung, dass eine Gemeinderatswahl sowieso nur dann erfolgreich sein kann, wenn man über Jahre aktive und gute Arbeit geleistet hat.“ Er selbst trete als Spitzenkandidat in Guntramsdorf an.

NEOS-Landessprecherin Indra Collini aus Brunn am Gebirge, hofft, dass man in mehr Gemeinden als 2015 antreten wird: „Überall dort, wo wir Potenzial sehen und motivierte Teams haben. Die Listen werden Anfang November stehen.“

NEOS-Gemeinderäte gibt es aktuell nur in Perchtoldsdorf (2 Mandatare), Brunn (2), Guntramsdorf (3) und Maria Enzersdorf (1): „Ich persönlich werde nicht in Brunn am Gebirge an vorderster Front stehen, weil wir dort sehr gute Leute haben. Wir freuen uns darauf, dass das Wahlkämpfen weitergeht und sind gerüstet. Die Aufbauphase läuft schon seit mehreren Wochen“, merkte Collini an.

Dienstältester Bürgermeister im Bezirk Mödling ist mit 20 Jahren Münchendorfs SPÖ-Ortschef Josef Ehrenberger.

JJ
Josef Ehrenberger, SPÖ, tritt erneut in Münchendorf an.

„Davor war ich ja schon eine Periode als Vizebürgermeister im Amt und als Gemeinderat für die Gemeindefinanzen verantwortlich“, erzählt Ehrenberger.

Diese hat Ehrenberger nach wie vor im Griff, auch wenn er heuer ernsthaft überlegt hat, 2020 nicht mehr zu kandidieren. Den Ausschlag gab letztendlich: „Ich bin jetzt in Pension und kann mir meine Zeit etwas freier einteilen. Meinen 40-Stunden-Job habe ich jetzt gegen die Obmannschaft beim SC Münchendorf getauscht, wo ich auch eine Jugendmannschaft trainiere. Fad wird mir daher sicher auch nicht.“ Die Gemeinderatswahlen sieht er pragmatisch: „Eine Gemeinde ist ein Dienstleistungsunternehmen für seine Bürger. Es geht darum, so viel wie möglich für diese im Sinne des Gemeinwohls zu leisten.“

Umfrage beendet

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