Bleibt Martin Schuster Ortschef in Perchtoldsdorf?. Am Montag ist fix, ob Martin Schuster Ortschef bleibt.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 05. Februar 2020 (03:49)
Bürgermeister Martin Schuster hält sich, was seine Zukunft betrifft, bedeckt. Die Entscheidung fällt am Montag.
NOEN

Egal, wie es schlussendlich ausgeht: die Gemeinderatswahlen haben in Perchtoldsdorf deutliche Spuren hinterlassen. Kurz vor Redaktionsschluss der Vorwoche wurde bekannt, dass die ÖVP-Absolute doch hält. Mit einer Stimme Überhang.

Dennoch kiefeln Bürgermeister Martin Schuster & Co am Verlust von – aktuell – vier Mandaten. Und rund um die ÖVP-internen Diskussionen brodelt die Gerüchteküche. „Schuster dankt ab, bleibt Landtagsabgeordneter, Andrea Kö wird Bürgermeisterin.“ Die Diskussionen auf Facebook reißen nicht ab. Besonders Gabriele Wladkya von der Bürgerliste, mit einem Plus von drei Mandaten (von 2 auf 5) ausgestattet, heizt die Anti-Schuster-Stimmung an.

Auch SPÖ-Langzeit-Gemeinderat Anton Plessl hört, was „gemunkelt wird: Der Bürgermeister und zwei prominente Vorstandsmitglieder wollen ihr Mandat nicht annehmen, es kommt also ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin. Zudem verliert die ÖVP auch zwei geschäftsführende Gemeinderäte.“

Schuster, seit 2002 im Amt, berichtet im NÖN-Gespräch über den aktuellen Stand der (personellen) Dinge: Zum einen gebe es trotz des Haltens der Absoluten „keinen Grund zum Jubeln. Wir werden unsere Arbeit der vergangenen Jahre analysieren, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und mit noch mehr und neuer Kraft für Perchtoldsdorf arbeiten“. Zum anderen ist es für ihn „unbedeutend, ob wir 18 oder 19 Mandate haben. Ab sofort beginnen die Gespräche mit allen Gemeinderatsfraktionen, um die besten Lösungen für die vielen anstehenden Herausforderungen zu finden“, machte Schuster deutlich.

Er halte eine Kooperation mit den Grünen für „die wahrscheinlichste Variante“. Apropos Grüne: Christian Apl & Co überlegen seit über eine Woche, eine Wahlanfechtung in die Wege zu leiten. Am Montag hieß es auf NÖN-Anfrage: „Wir warten noch auf die Meinung unserer Experten.“ Plessl geht davon aus, dass die Grünen „vermutlich auf einen Einspruch verzichten, damit sie von der ÖVP in das warme Regierungsbett geholt werden“.

Am Montag, 10. Februar, tagt der ÖVP-Gemeindeparteivorstand. Dann „steht fest, wie es bei uns weitergehen wird“, ließ Schuster all jenen, die die Gerüchteküche befeuern, ausrichten.

Die ÖVP hält aktuell bei 19 Mandaten, die Grünen bei 6, die Bürgerliste bei 5, NEOS und SPÖ bei je 3 und die FPÖ bei einem.