Vöhringer nun an Gumpoldskirchner ÖVP-Spitze. Weichen gestellt: Obmannwechsel als erster Schritt für Vizebürgermeister in Richtung Bürgermeisteramt.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 24. Juni 2021 (05:26)
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Der neue Obmann der Gumpoldskirchner Volkspartei, Vizebürgermeister Jörgen Vöhringer (2.v.r.) mit seinen beiden Stellvertreterinnen, den Gemeinderätinnen Barbara Hollergschwandtner und Dagmar Händler (v.l.) und Bürgermeister Ferdinand Köck. Vöhringer ist bereit für neue Herausforderungen.
Sonja Pohl, Sonja Pohl

Beim Parteitag der Orts-Volkspartei blieb kein Stein auf dem anderen. Nach rund 20 Jahren legte Bürgermeister Ferdinand Köck die Funktion des Gemeindeparteiobmanns der Gumpoldskirchner Volkspartei in jüngere Hände: Mit einer großen Mehrheit von 82 Prozent wurde Vizebürgermeister Jörgen Vöhringer zum neuen Obmann gewählt, ihm stehen die Gemeinderätinnen Dagmar Händler und Barbara Hollergschwandtner als Stellvertreterinnen zur Seite.

Der 60-jährige Ortschef begründet seinen Rückzug aus der wichtigen Parteifunktion pragmatisch: „Nach so vielen Jahren muss man auch mal ein wenig Verantwortung abgeben können, ich wollte die anfallende Arbeit ein bisschen aufteilen. Irgendwann möchte ich dann auch einmal in Pension gehen.“ Ob der Wechsel auch einen schleichenden Rückzug als Bürgermeister einläutet, lässt Köck offen: „Soweit sind wir noch nicht. Nun arbeiten wir einmal für die Bürger im Ort.“ Im Vorfeld der Gemeinderatswahl 2025 werde „zu gegebener Zeit“ darüber diskutiert werden, ob Vöhringer Köck auch als Bürgermeister beerben soll.

Die jetzige Konstruktion ist aus Sicht von Köck „jedenfalls die beste: Wir haben das lange und breit diskutiert.“ Der Gemeindeparteivorstand, der aus den Obleuten der Bünde, Vertretern der Kammer und der Frauenorganisation besteht, hat sich einstimmig für Vöhringer als Parteiobmann ausgesprochen.

Vöhringer steht für nächsten Schritt bereit

Dieser wäre auch bereit für höhere Weihen und sieht das klare Votum des Vorstandes als eindeutigen Auftrag: „Ich bin bereits jetzt in alle wichtigen Projekte und Entscheidungen auf Gemeindeebene eingebunden. Ich bin der logische Nachfolger.“

Man habe schon bislang so agiert, dass Vöhringer in Notfällen nahtlos von Köck übernehmen hätte können. Das Interesse für das Amt des Ortschefs hegt Vöhringer schon länger, dass er nun den ÖVP-Parteivorsitz so schnell übernommen hat, hat den Wirtschaftsfachmann, der im Bereich Digitalisierung als Projektleiter tätig ist, dann doch überrascht. Die Wertschätzung und das Vertrauen, das ihm die Parteifreunde mit der Nominierung ausgesprochen haben, nimmt Vöhringer gerne an: „Es gab keine kritischen Stimmen. Ich habe das 100-prozentige Vertrauen des Vorstandes, das ist eine tolle Auszeichnung für mich.“

Verfrühte Freude sei jedoch nicht angebracht. „Freude entsteht bei mir dann, wenn wir bei der nächsten Wahl erfolgreich sind.“