Ausschuss berät über Sanierungskonzept. Wolfgang Schuster, Bürgerliste, will im Ausschuss Ideen sammeln, eine Prioritätenliste erstellen und Kosten eruieren.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 31. August 2017 (04:59)
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Nicht ganz unemotional verlief die Meinungsbildung im Vorfeld der Volksbefragung. Nun ist Kooperation gefragt.

Nach dem überaus eindeutigen Ergebnis der Volksbefragung, bei dem der Neubau des Gemeindeamtes als „Variante A“ klar abgelehnt wurde (die NÖN berichteten), widmet man sich nun dem, was die 75 Prozent der Wähler wollten, der Sanierung des alten Amtes.

Dazu wurde in der letzten Gemeinderatssitzung ein einstimmiger Beschluss gefasst.

Ortschefin Michaela Vogel, ÖVP, erklärt: „Die Sache geht in den Ausschuss, der von Bürgerlisten-Mandatar Wolfgang Schuster geleitet wird. Dort wird eruiert, was wir brauchen und wollen. Das soll möglichst rasch geschehen, denn die Barrierefreiheit des Gemeindeamts hätte schon lange umgesetzt sein sollen.“

"Es macht keinen Sinn, alles rasch zu erledigen,"

Mit der Vorgabe „möglichst rasch“ kann sich SP-Mandatar Leo Buchner in der Form nicht wirklich anfreunden: „Es macht keinen Sinn, alles rasch zu erledigen, die Sache muss mit Überlegung angegangen werden. Vor allem muss man prüfen, ob die als ,Variante B’ im Vorfeld der Volksbefragung präsentierte Kalkulation nicht viel zu hoch angesetzt ist, weil man damit ,Variante A’ favorisieren wollte.“

Sollte ein barrierefreies Glasgebäude vorgesetzt werden, könnte sich Buchner vorstellen, das Haupthaus für den Hort zu verwenden und somit die Hort-Miete bei der Seeste im Perlhof zu sparen. Einen Vorschlag gibt es dazu bereits.

Ähnlich sieht es Wolfgang Schuster, der das betreute Wohnen, wie ursprünglich vorgesehen, in der Hauptstraße 60 gut untergebracht sehen würde. „Der Ausschuss wird unter meiner Leitung tagen, wir werden Ideen einholen, die praktikabel und möglichst kostengünstig sind, eine davon wäre zum Beispiel die Glas-Stahl-Konstruktion vorzubauen und zugleich den Platz zu verschönern. Alles wird nach Prioritäten geprüft. Hauptaugenmerk wird die Barrierefreiheit sein.“ Der Ausschuss tagt am 7. September.