Gießhübl

Erstellt am 03. März 2017, 02:58

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Noch keine Einigung über Gemeindeamt. Für Ortschefin Michaela Vogl, ÖVP, sind nun die Fachleute am Zug. Auch der Erhalt des Amtes soll geprüft werden.

Bürgermeisterin Michaela Vogl, ÖVP, und Vizebürgermeister Martin Klicpera (Grüne) wollen Ideenvielfalt und den Erhalt des bestehenden Amtes überprüfen lassen.  |  privat

„Wir haben im Gemeinderat hinsichtlich des Gemeindeamtes noch keine Nutzung beschlossen und auch keinen Abriss“, meinte Gießhübls Bürgermeisterin Michaela Vogl, ÖVP, zum Initiativantrag (hier machten sich SPÖ und Bürgerliste stark) und die damit verbundene Unterschriftensammlung.

Die Unterzeichner sprechen sich darin gegen den Abriss des derzeitigen Gemeindeamtes aus (die NÖN berichtete). „Wir haben einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, es soll auch geprüft werden, ob das Gebäude erhalten werden kann. Uns ist sehr wohl klar, dass viele Leute daran hängen, immerhin ist es auch das ehemalige Schulgebäude.“ Andererseits sei man als Gemeinde auch verpflichtet, die wirtschaftlich beste Nutzung zu finden.

Freifläche für Kinder

Dem Einwand der Abriss-Gegner, es werde mit einem neuen Amt ein Teil der Spiel-Freifläche des Kindergartens verbaut, hält Vogl entgegen: „Das tut natürlich etwas weh, aber selbstverständlich kommt auf der anderen Seite wieder eine Freifläche für die Kinder dazu.“ Den Einwand, dass die Errichtung von „Betreutes-Wohnen“-Einheiten lärmtechnisch neben einem Kindergarten nicht optimal sei, sieht sie von mehreren Aspekten: „Zum einen sind die Kinder nur jeweils eine Stunde vormittags oder nachmittags draußen, zum anderen wird das sehr individuell wahrgenommen, es gibt auch viele Modelle, wo genau diese Nähe angestrebt wird.“

Dass das Thema Gemeindeamt nicht in der Bürgerbefragung vorkam, liegt für sie auf der Hand: „Wir wollten eruieren, was die Gießhübler prinzipiell für Wünsche und Bedürfnisse haben. Dass das Amt auf die eine oder andere Weise barrierefrei werden muss, ist eine gesetzliche Vorgabe, da muss man niemanden befragen.“ Die Variante von Wolfgang Schuster (ebenerdiger Glasvorbau) ist für Vogl nicht zu Ende gedacht: „Auch dann müsste man das Amtshaus entkernen, und schließlich soll der ganze Dorfplatz neu gestaltet werden, wie gesagt, alles auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit.“