Brunn/Gebirge: Opposition fordert Volksbefragung. Nach der Demo haben ÖVP & Co ein eindeutiges Ziel vor Augen. Die SPÖ reagiert sehr zurückhaltend.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. September 2021 (05:34)
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Nach der Demo wird jetzt die Forderung nach einer Volksbefragung gegen das Großprojekt immer lauter.
privat

SPÖ und NEOS haben ihren möglichen Weg zur Verwertung des ehemaligen „Glasfabrik-Areals“, dem „quartier21“ skizziert. Die 90.000 m 2 große Fläche soll einer Drittel-Lösung zugeführt werden: zu je 30.000 m 2 „Leistbares Wohnen“ (maximal 350 Wohnungen),“ Bildung & Freizeit“ sowie „Grünland & Betriebsgebiet“ – die NÖN berichtete.

Die Opposition mit ÖVP, Grünen, FPÖ und WIR kann mit dieser „Mogelpackung, bei der man sich durch die Hintertüre eine Ausweitung auf bis zu 700 Wohnungen freihält“, wie es ÖVP-Gemeinderat Oliver Prosenbauer bezeichnete, nichts anfangen. Die Demo am Donnerstag wurde durchgezogen.

„Für uns hat der Stopp der Verbauung mit dieser Demo erst begonnen“, merkte Prosenbauer an. Und aufgrund des regen Zuspruchs zur Protestkundgebung wolle man „als Nächstes die Bevölkerung einbinden: Wir fordern eine Volksbefragung über die Zukunft der Glasfabrik“.

Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, hält nicht viel von einer Volksbefragung. „Wir wurden gewählt, um derartige Themen zu entscheiden.“ Sehr wohl werde man, „dann, wenn es um die Detailgestaltung geht, die Bürgerinnen und Bürger einbinden“. Nunmehr stehe im Vordergrund, innerhalb der Projektgruppe Konsens zu finden – „So unähnlich sind unsere und die Ansichten der ÖVP gar nicht“ – und dann die Eigentümergruppe damit zu konfrontieren, meint Linhart.

Das Areal ist im Besitz eines Dreierkonsortiums mit „Wiener Städtische“, „6B47“ und „Neue Heimat“. Man freue sich „auf konkrete Gespräche, um das Areal bestmöglich für die Brunner Bevölkerung bebauen zu können“, meinte Klaus Wiltschnigg, Leiter Immobiliensparte bei der Wiener Städtischen.

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  • Glasfabrik-Areal: Volksbefragung sinnvoll?