„Boni“ hat ein Denkmal im Biedermannsdorfer Park . Bonifatius Schütte war 21 Jahre lang Seelsorger der Gemeinde. Zum 80er bekam er besonderes Geschenk.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 18. September 2020 (05:12)
Vizebürgermeister Sepp Spazierer, Pfarrer Bernhard Mucha, Bonifatius Schütte, Bürgermeisterin Beatrix Dalos.
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Gleich drei Jubiläen feierte Bonifatius Schütte am Sonntag in der Biedermannsdorfer Pfarrkirche: seinen 80. Geburtstag, sein Goldenes Priesterjubiläum und 25 Jahre als Ehrenbürger der Marktgemeinde.

Am 24. April 1940 wurde er als Heinrich Schütte in Witten an der Ruhr in einem durch und durch protestantischem Umfeld mitten im Zweiten Weltkrieg geboren. Trotzdem wurde er katholischer Pfarrer, am 2. Juli 1970 wurde er „in meiner Heimatkirche in meiner Heimatdiözese Paderborn“ zum Priester geweiht.

„Das hat sich mein damaliger Bischof so eingebildet“, erzählte Schütte in seiner Ansprache. Seine ersten pfarrlichen Einsätze im Bezirk Mödling hatte er in der Vorderbrühl und der Hinterbrühl zu bewältigen, ein seelsorgerisches Vorbild war ihm dabei Pfarrer Franz Jantsch, Kaplan in Maria Enzersdorf und der Südstadt.

Dabei lernte er vor allem, auf die Menschen zuzugehen, dass er es heute noch genauso hält, kurz stehen bleiben und mit jedem plaudert, der ihn anspricht, das zeigte sich auch nach dem Erntedankfest in der Kirche.

In Biedermannsdorf wurde Schütte liebevoll nur „Boni“ genannt, über seine Berufung zum Priester sagte der nach seiner Pensionierung nach Tattendorf im Bezirk Baden gezogene Priester: „Ich habe mich bemüht, so gut ich konnte, habe zugehört, habe Menschen besucht und Hoffnung vermittelt, habe mit den Menschen geweint und gelacht.“

Park-Umbenennung fiel einstimmig aus

Wahrhaft überrascht war er dann auch, als Bürgermeisterin Beatrix Dalos, ÖVP, zum Mikrofon schritt, um die große Überraschung zu verkünden: „Lieber Boni, der Gemeinderat der Marktgemeinde Biedermannsdorf hat einstimmig beschlossen, den Graf Perlas-Park in Bonifatius Schütte-Park umzubenennen.“ Als sichtbares Zeichen übergab Dalos ein verkleinertes Straßenschild an den Geistlichen, auf dem ganz klar „Bonifatius Schütte-Park“ zu lesen stand. „Oh mein Gott“, war die Reaktion des Priesters, der, bevor er in „seinen“ Park schreiten konnte, gemeinsam mit Biedermannsdorfs Pfarrer und kürzlich in den Ehrenbürgerstand erhobenen Bernhard Mucha noch zwei Feuerwehrfahrzeuge segnete: das Teleskopladefahrzeug und das Kranfahrzeug.

Dann spielte die Blasmusik ein Geburtstagsständchen, der Pfarrer griff zum roten Vorhang und enthüllte die Stele samt der Büste mit seinem Konterfei.

Gestaltet wurde die Büste vom Biedermannsdorfer Künstler Sigmund Eschig.