Wohnbau hat in Gaaden Priorität. Der Altersschnitt steigt, in der Schule fehlen Kinder, Klassen werden zusammengelegt. Wohnraum soll das Problem lösen.

Von Gaby Schätzle-Edelbauer. Erstellt am 02. Januar 2020 (05:42)
Symbolbild
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Gaaden hat, wenn es so weitergeht, mit einer Überalterung der Bevölkerung zu kämpfen. Für Bürgermeister Rainer Schramm, Wir Gaadner, schrillten schon vor geraumer Zeit die Alarmglocken, als im Schuljahr 2018/19 zwei Volksschulklassen zusammengelegt werden mussten: „Die zahlenmäßig schwächsten zwei Klassen müssen zusammen 27 Kinder haben. Für dieses Jahr passt es, aber im nächsten Jahr 2020/21 haben wir das gleiche Szenario wieder und müssen zwei Klassen zusammenlegen.“

Im Kindergarten gebe es derzeit noch drei Gruppen, aber auch die sind nicht ausgelastet. „Was Gaaden fehlt, sind Kinder“, betont der Ortschef. „Die die Jungen ziehen weg, weil sie keinen geeigneten und leistbaren Wohnraum hier haben.“

Umwidmung wird Grundstück sichern

Schon 2018 hat Schramm deshalb die Weichen gestellt, im Herbst wurden damals zwölf Wohneinheiten an junge Gaadner, maximal 40 Jahre alte Familien, übergeben. Die an der Hauptstraße gelegene Anlage war von einer Genossenschaft errichtet worden.

Auch jetzt schwebt Schramm ein ähnliches Projekt vor: „Ich habe vor, wieder eine ähnliche Anlage von einer Genossenschaft errichten zu lassen.“

Allerdings sollen mehr Wohneinheiten entstehen, rund 20, die dazu noch eine andere Dimensionierung haben sollen: „Wenn die Wohnungen auch für Kinder geeignet sein sollen, müssen sie eine Größe bis 85 m haben.“ Als Zeitpunkt der Realisierung kann sich Schramm 2020 oder 2021 vorstellen.

Unklar ist noch, wo das Projekt umgesetzt werden kann. Im Gespräch ist ein Grundstück gegenüber des Kindergartens. Das hat aber im Moment die Widmung „Bauland-Sondergebiet-Beherbergungsbetriebe“. Die Umwidmung ist bereits im Gange. Nach Ablauf der Fristen geht die Sache zum Land, dann ist der Gemeinderat am Zug.