Visionen sind bei Mödlinger Leiner-Gründen erlaubt. In der Gabrielerstraße steht das nächste Großprojekt an: Wohnbau und Hallennutzung.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 10. Juli 2019 (04:33)
Willy Kraus
Peter Klingenstein, (VALET), Michael Neubauer (NID), Stadtrat Rainer Praschak, Architekt Paul Preiss (goya), Walter Asmus (CityLoftArt) und Florian Wurz (WET).

Ende Oktober 2018 war Deadline, ein Dutzend Angebote wurde abgegeben. Jetzt gibt es erste Visionen, wie sich das Areal rund um das denkmalgeschützte Leiner-Gebäude zwischen Südbahn und Gabrielerstraße entwickeln ließe.

Willy Kraus
Im altehrwürdigen, denkmalgeschützten Gebäude soll Platz für Veranstaltungs- und Büroflächen sein.  Foto:

„Nach Einholung der Angebote hat eine Jury bestehend aus HYPO NOE, Land NÖ, Stadt Mödling und einem unabhängigen Architekten die konkreten Projektideen in einem zweistufigen Verfahren gesichtet und bewertet“, erklärt HYPO NOE-Pressesprecher Florian Liehr auf NÖN-Anfrage. „Für uns stand dabei – neben städteplanerischen Aspekten – im Vordergrund, dass auch in Zukunft eine ausreichende Anzahl an Stellplätzen für das Spital Mödling gegeben ist und es zu einer Nachnutzung für das Leinergebäude kommt, die eine Sanierung ermöglicht.“

Nunmehr werden die Gespräche mit nur mehr einem der Bieter, einer Bietergemeinschaft bestehend aus Immobilienentwicklern, einem Architektenbüro und einem gemeinnützigen Wohnbauträger, fortgesetzt.

"Stimmung war durchaus positiv"

Eine Nutzungsstudie wurde im Leiner-Gebäude der Bevölkerung präsentiert.

Eigentümerin des Areals ist die VALET Grundstücksverwaltungs GmbH (eine HYPO NOE-Tochter), die NOE Immobilien Development GmbH (NID) beabsichtigt, in Kooperation mit der CityLoftArt GmbH, das Leiner Areal zu entwickeln. CityLoftArt hat Erfahrung mit der „Bespielung“ solcher Gebäude – Beispiel: die Ankerbrotfabrik in Wien-Favoriten.

Im Leiner-Gebäude sind unter anderem Veranstaltungsräumlichkeiten und die Unterbringung von „creative industries“-Büros vorstellbar.

Für die restliche Fläche des Areals sind Wohnungen (auch geförderte, maximal viergeschoßig) angedacht, die Blickbeziehung zum Leiner-Gebäude muss gegeben sein.

Willy Kraus
Am unteren Modellrand erkennt man die drei Spitalpavillons, rechts das Leiner-Gebäude mit der geplanten Verbauung.

Stadtrat Rainer Praschak, Grüne, war vom regen Interesse der Bevölkerung angetan. „Die Stimmung war durchaus positiv, aufgrund unserer Vielzahl an Bürgerbeteiligungsprozessen sind wir schon anderes gewohnt. Die Menschen wollten vor allem wissen, was am Areal passiert, wie es mit Wohnungen, Verkehr und Parkplätzen aussehen wird.“

Die 140 Pflichtparkplätze des Landesklinikums bleiben bestehen, kommen allerdings unter die Erde, andere Maßnahmen wie eine eigene Linksabbiegespur von der Gabrielerstraße in die Wiener Straße bzw. Mehrzweckstreifen in der Gabrieler Straße (vorerst noch von der Wiener Straße bis zur Mannagettagasse, später bis zur Sr. Maria Restituta-Gasse) werden soeben umgesetzt. Wohnungen wird es etwa 60 geben, ein Drittel davon gefördert, berichtet Praschak: „Ziel ist es, nach dem Sommer konkretere Planungen vorstellen zu können.“

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