„Anbau-Weingarten“ für alle. Bei „Regio Gumpi“ sprießt das Gemüse.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 25. Juli 2020 (05:53)
Mit Engagement hegen und pflegen die Gumpoldskirchner „Gumpi Regio“-Hobbygärtner Gemüsepflanzen und Blumen. Initiatorin Johanna Gebeshuber (l.) mit Ruth Pomelek, Gabi Pinter, Elke Lindner, Claudia Renz und Bürgermeister Ferdinand Köck.
Claudia Reisinger

Der „spaet rot“-Heurige von Johanna Gebeshuber in der Wiener Straße 1 wurde 2019 erneut mit einer Gault Millau-Haube ausgezeichnet und konnte sich aktuell unter den Top-5-Heurigen Niederösterreichs etablieren.

Mit ein Grund für den Erfolg ist, dass Gebeshuber viel Wert auf Regionales & Bio legt und auf dabei ein von ihr initiiertes „Gemüsegarten“-Projekt zählen kann. Einem brachliegenden, über 1.000 m großes Grundstück in der Peter Rosegger-Gasse wurde Leben eingehaucht und zum Gemeinschaftsgarten umfunktioniert.

Um all dem die rechtliche Grundlage zu verschaffen, wurde der Verein „Regio Gumpi“ ins Leben gerufen, der den etwa 100 Hobbygärtnern Workshops rund um Selbstversorgung, natürliches und gesundes Leben anbietet.

Im Vordergrund steht der Gartenkurs von „St. Gabriel“-Klosterbauer Johannes Kleedorfer, der die Vereinsmitglieder in regelmäßigen Abständen unterrichtet.

Und damit nicht genug – „Regio Gumpi“ setzt auch auf nachhaltige Bewusstseinsbildung. So werden die „Gumpis“ in die Kunst des Käsemachens eingeweiht, wie man Wintervorräte anlegt, oder lernen, wie man aus Lehm einen Ofen baut.

Gebeshuber ist auch als Vereinsobfrau „begeistert, dass es uns mit dem Gemeinschaftsprojekt gelungen ist, einen Zugang zu eigenem saisonalen und regionalen Gemüse zu schaffen, und dabei alle einzubeziehen“.

Für Bürgermeister Ferdinand Köck, ÖVP, hat sich „das Projekt auf vielerlei Art und Weise bewährt: Unsere Selbstversorger haben einen anderen Zugang zur Natur, sie zeigen Respekt und entwickeln innovative Ideen“.